Android File Transfer

Es ärgert mich immer wieder: regelmäßig treten beim Filetransfer zwischen Android und meinem Linux Probleme auf. Entweder wird das Galaxy Note 8 gar nicht erkannt, kein Zugriff auf die Speichermedien ist möglich oder Nautilus meldet einen „unbekannten Fehler“. Da ich zum fotografieren inzwischen ausschließlich das Note benutze, ist die Möglichkeit des Filetransfers zwar nicht lebenswichtig aber doch eine recht wichtige Funktion für mich geworden.

Gestern wurde ich auf eine kleine aber feine App aufmerksam: Android File Transfer for Linux. Ursprünglich für die Mitbewerber mit dem angebissenen Apfel entwickelt, wurde sie nunmehr auf Qt portiert und steht nunmehr auch für KDE zur Verfügung. Die aufgeführten Eigenschaften klangen überzeugend:

  • einfache Benutzeroberfläche
  • Drag&Drop vom Linux zum Telefon
  • Batch-Download (Telefon zum Linux)
  • Fortschritsanzeige der Übertragung
  • keine Dateigrößenbeschränkungen

Für Ubuntu-Systeme (also auch für mein KDE Neon) existiert eine ppa die auf gewohnten Wege die Einbindung der Quelle ermöglicht.

sudo add-apt-repository ppa: samoilov-lex / aftl-stabil

Danach Update der Softwarequellen und Installation des Programms:

sudo apt-get update && sudo apt install android-file-transfer

Das kleine aber feine Programm findet sich danach im KDE-Menu unter dem Punkt Dienstprogramme.

Nach dem Start öffnet sich die versprochene übersichtliche Benutzeroberfläche.

Mit einem Rechtsklick auf das/die Verzeichnis/se oder Datei(en) können die gewählten Inhalte auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden. Funktionierte auf Anhieb und problemlos. Es gilt nur zu beachten, das der Androide nicht bereits im System gemountet ist (z.B. in Nautilus)

JuiceSSH – von Android auf die Server zugreifen

Mein Job bringt es mit sich, dass ich auch von unterwegs Zugriff auf meine Server haben muss. Zumindest kommt es vor … Nicht immer stehen mir dann sofort Rechner und Netz zur Verfügung. Dann ist die Möglichkeit sich per Smartphone zu verbinden gefragt. Neben den per Webschnittstelle erreichbaren Verwaltungsfunktionen der Novellserver (eigentlich seit neuestem NetIQ) braucht es ab und an doch einmal die Konsole, also Zugriff per SSH und /oder Telnet. Lange war ich auf der Suche nach einem brauchbaren SSH-Client für Android. Das Angebot ist groß und ich probierte einige aus bis ich schließlich bei JuiceSSH landete.

juicessh2
Screenshot vom Note 4

Die Vorteile gegenüber anderen Clients sind im wesentlichen:

  • Gruppierung von Verbindungen, z.B. Firma und Heimnetz
  • skalierbare Schriftgröße, mit der Lautstärketaste regelbar
  • verschiedene Themen
  • alle grundlegenden Funktionen bereits in der kostenfreien Variante enthalten
  • Popup-Tatstatur mit allen Symbolen
  • direkter Zugriff auf die am meisten verwendeten Verbindungen beim Programmstart
  • Benutzereinstellungen werden getrennt von den Verbindungen gespeichert

Zusammen mit der Tatsache, dass ich mich auch am Androiden ausschließlich per VPN mit meinen Netzen verbinde, eine sichere und sehr gut handhabbare Lösung für den Konsolenzugriff „zwischendurch“ …

Android 6.0.1 auf dem Note 4

Ist ja schon eine Weile her, dass Google Android 6 „Marshmellow“ veröffentlicht hat. Heute kam die inzwischen auch schon aktualisierte Version 6.0.1 auf meinem Galaxy Note 4 an. An sich hat mich die ganze Sache nicht einmal sonderlich interessiert, denn ich war mit der Funktionalität meines Handys soweit ganz zufrieden.

In den Anfängen als Smartphonebesitzer habe ich noch allerhand Kunststücke versucht, um ja möglichst zeitnah die allerneueste Version des OS auf dem Handcomputer zu haben. Das ging hin bis zum „rooten“ des Gerätes und der Verwendung alternativer OS-Versionen (Cyanogenmod als Stichwort). Der Überschwang in Bezug auf Android scheint vorbei und ich begnüge mich mit dem, was Hersteller und Provider anbieten. Allerdings ist es kaum noch nachzuvollziehen, dass eine Androidversion von der Erstveröffentlichung durch Google mehr als ein halbes Jahr braucht um die Kaskade Google – Hersteller – Telefonanbieter zu durchlaufen! Um bei meinem Galaxy zu bleiben: im Dezember hat Google Android 6.0.1 veröffentlicht, ab Mai lieferte Samsung die ersten Updates für ihre Geräte und erst jetzt hat die Telekom ihre gebrandete Version ausgeliefert.

Ich will hier keine detaillierten Beschreibungen der Features vornehmen – das taten Andere früher und umfangreicher. Der erste Eindruck ist gut, insbesondere die Erweiterung der S-Pen-Funktionen gefällt mir. Ohnehin ist der Eingabestift ein absolutes Highlight der Note-Reihe von Samsung.

Interessant wird die neue Stromsparfunktion – Doze genannt – die eine deutliche Verlängerung der Akkulaufzeit verspricht. Ansonsten vordergründig vor allem Design-„Verschlimmbesserungen“.