Urlaub Teil II – Alpentour

(fast) die ganze Gruppe vor dem „Ostello Alpino“ in Bormio

Wie bereits im letzten Jahr teilte sich mein Urlaub auch in diesem Sommer. Nach dem Familenurlaub nun also eine Tour mit dem Klub, natürlich in eine bergige Gegend. Während wir im letzten Jahr die Dolomiten unsicher machten, führte die diesjährige Tour nach Bormio in der Lombardei. Die Besonderheit: Bormio liegt direkt am Fuße des Stilfser Jochs, einer Legende unter den Alpenpässen. Wir sind gut untergekommen in einem Hostel, erst seit 2017 bestehend. Wirt und Team waren ausgesprochen gastfreundlich und aufgeschlossen.

Das „Ostello Alpino“ folgt einem für mich neuem Konzept, dass uns sehr gut gefallen hat. Sehr familiär aufgenommen (und verabschiedet), fühlten wir uns ausgesprochen wohl. Webseite und Reaktionen des Teams deuteten allerdings darauf hin, dass wir eine neue Erfahrung vermittelten. Eine relativ große Gruppe Motorradfahrer war wohl noch nicht allzu oft Gast im Hostel …

Die Gegend bot einige Highlights um unserem Hobby zu frönen: neben (natürlich) dem Stilfser Joch, liegen Pässe wie der Bernina, Fluela, Albula, Umbrail, Julier, Ofen, Forcola, Foscana und Tonale in Reichweite. Nicht alle (wie z.B. der Gavia) motorradfreundlich ausgebaut, aber alle ein Erlebnis. Nach meinem Eindruck ist in den letzten Jahren viel gebaut worden, die Straßen waren überwiegend in einem hervorragendem Zustand.

Auf dem Stilfser Joch, die Ostrampe im Hintergrund

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings zu erwähnen: verkehrstechnisch bedingt zogen sich An- und Abreise ein wenig hin. Der kürzeste Weg nach Bormio über Umbrailpass und der Westrampe des Stilfser Jochs machten die ersten (bzw. letzten) Kilometer recht anspruchsvoll. Allein für diese 30 km benötigt man ca. 1 Stunde und sollte über einige Erfahrungen auf dem Motorrad im Hochgebirge verfügen ….

Dem eigentlichen Urlaub ging ein super Wochenende in Hammelburg voraus. Beim alljährlichen „Sommercamp“ waren einige Leute mehr dabei und im sehr gutem Hotel „Zum Stern“ lernten wir bayerische Gastlichkeit vom Feinsten kennen. Gepaart mit der schönen geographischen Lage zwischen Taunus und Rhön war auch dieses Wochenende ein voller Erfolg.

Kleine Pause im hessischen Schotten

Eine Galerie wird folgen, neben eigenen Fotos angereichert durch Bilder der Profis von Fotostelvio.com, die uns auch in diesem Jahr am Stilfser Joch ablichteten ….

Alles in Allem ein wunderschöner Urlaub, mit schönen Erlebnissen, vielen Highlights und negative Erlebnisse blieben zum Glück aus …

Neue Rocket III vorgestellt

Bild von Triumph

Bereits vor 5 Jahren imponierte mir die Rocket III aus dem Hause Triumph. Obwohl nicht mehr Fan großer Chopper oder „Power Roadster“ (wie Triumph seine Rocket nennt) war ich beeindruckt von Optik, Leistung und Fahrbarkeit dieses Trumms. Das ging sogar so weit, dass ich mir dieses Modell als „Altenteil“ ausgesucht habe. Nun gut, inzwischen habe ich die Speed Triple RS MY 2018 in meinem Besitz und die Sehnsucht nach einem anderen Mopped tendiert gegen 0.

So ganz ist mir die Rocket III aber nicht aus dem Sinn gegangen und ich verfolge interessiert alle Neuigkeiten zum Bike. Interessanterweise geht mir das bei all den Bobbern und Scrubbern von Triumph nicht so. Im Gegenteil, bei gelegentlichen Besuchen von Triumph-Händlern steh ich diesen „modern Classics“ eher distanziert gegenüber.

Lange Rede kurzer Sinn: Triumph bringt 2019 eine Neuauflage der Rocket III. Größerer Motor (2,5 statt 2,3 Liter Hubraum), mehr Leistung (167 statt 148 PS) und mehr Drehmoment (satte 221Nm) sind die Highlights des neuen Modells, außerdem deutlich leichter geworden und optisch mächtig aufgehübscht hinterlässt die Rocket einen noch besseren Eindruck bei mir. Ende des Jahres kommt sie zum Händler und erst dann steht auch ein Preis fest. Ich denke, die Schllmauer von 20.000 € wird man dieses mal knacken.

Eine umfassende Vorstellung der neuen Rocket III findet sich bei Triumph

Mit dem Motorrad unterwegs

Die Zeit ist knapp und neben dem Job und dem Landsitz kostet auch mein Hobby No. 1 – Motorrad fahren – eine Menge Zeit. Pfingsten fand die traditionelle Überraschungsfahrt statt – vor Antritt der Reise kennt niemand außer dem Organisator das Ziel. Es fanden sich auch in diesem Jahr wieder eine größere Anzahl von Teilnehmern. Traditionell natürlich nicht alle Mitglieder, aber es gibt im Verein keine Pflicht zur Teilnahme an Veranstaltungen und (nicht nur) das unterscheidet den „Motorradfahrer Klub 1924 Salzwedel e.V.“ wohltuend von hierarchisch aufgebauten und meist das Rocker- und Outlaw-Image pflegenden MCs unseres Landes.

Alle teilnehmenden Mitglieder und (fast) alle anwesenden Motorräder am Pfingstsonntag

Die Tour führte uns dieses Jahr in die Nähe von Jena, genauer auf die Rabeninsel bei Neuengönna. Der „Camping & Ferienpark Bei Jena“ pflegt ein eher rustikales Verständnis von Camping und nennt es ökologische Bewirtschaftung. Nun denn, uns war und ist es wichtig einen guten Ausgangspunkt für unsere Touren auf dem Motorrad, ein Dach über dem Kopf und ein wenig Raum für die obligatorischen abendlichen „Sitzungen“ zu finden. Das wurde auf der Rabeninsel geboten.

Wetter und die scheinbar unerschöpflichen Tourvarianten in und um Thüringen herum bescherten uns ein schönes, erlebnisreiches Wochenende und ein paar Stunden auf unseren Motorrädern.

Um die Vielfalt der von uns verwendeten Motorradtypen zu dokumentieren ein kleines Video: vom Copper bis zum Supersportler, von der Harley bis zur Suzuki und BMW – alles ist dabei und jeglicher Marken- oder Typenstreit unterbleibt. Wir wollen einfach nur gemeinsam Motorrad fahren und unseren Spaß haben …

Start bei herrlichstem Wetter …