Speed Triple Galerie

Am Wochenende war ein kleines Zeitfenster in dem ich die Bilder eines „Fotoshootings“ durch Heikes Großen „auswerten“ konnte. Der Junge träumt von einer Fotografenkarriere und eines seiner Objekte war Anfang April meine neue Speed Triple. Anfangs belächelte ich die Bilder, inzwischen finde ich die Liebe zum Detail interessant die sich da offenbart und sehe Details der Maschine, die mir so wohl gar nicht aufgefallen wären. Deshalb diese kleine Galerie …

Die Namenssuche ist übrigens abgeschlossen: Rob Roy heißt die Speedy nunmehr, natürlich nur im internen Sprachgebrauch 😉 ,

Back to Speed Triple

Seit gestern ist sie da, meine neue Speed Triple. Es dauerte seine Zeit, „Miss Sophie“ musste verkauft werden, ein passendes Angebot als Ersatz musste gefunden werden – kurzum es musste passen. Wie es der Zufall wollte, fand ich am Montag – gerade alles klar gemacht mit meinem ungarischen Käufer – ein ansprechendes Angebot auf Mobile.de: 2018er Speed Triple RS (!), wenig Kilometer, ordentlicher Preis, ansprechende Zusatzausstattung.

Sie macht kein Geheimnis aus ihrem Status – Lenkerbrücke der Speed Triple RS

Die Farbe ist nicht ganz so mein Geschmack, aber schwarz immer noch ansehnlicher als weiß – finde ich jedenfalls. Zwei, drei Telefonate mit dem Anbieter und der Besichtigungstermin wurde auf Samstag den 30.03. festgelegt.

Gestern war ja ideales Motorradwetter – Temperaturen um die 18°, Sonne und kein Regen. Gegen 14.00 Uhr kamen wir an, kurze Probefahrt – ich fühlte mich sofort zu Hause auf der Speed Triple – auf der empfohlenen kurvenreichen Teststrecke, ein paar Formalitäten, finanzielle Transaktionen und sie gehörte mir.

Auf der Fahrt nach Hause, 314km, davon 200 auf Autobahnen, brannte ein breites Grinsen in mein Gesicht. Phänomenal Anzug und Beschleunigung, komfortabel trotz Sportlichkeit, geile Optik – alles passte zusammen. Die Tour war trotz Autobahn wirklich schön.

Noch ohne Soziusfußrasten und mit Abdeckung

Heute erfolgte dann die „Zivilisierung“ meiner Speedy: die Soziusrasten wurden wieder angebaut, die Abdeckung durch den Soziussitz ersetzt. Der Optik tut das meiner Meinung nach keinen Abbruch, aber die Möglichkeit der Mitnahme eines Sozius besteht dann eben doch. Nebenher Erprobung der Gimmicks und Eigenschaften: vom Quickshifter über Kettenöler und Heizgriffen ist alles an Bord.

Morgen ist die Ummeldung geplant. Nur eines fehlt noch: einen Namen habe ich für die Speed Triple RS noch nicht …

Abschied von der Speedy

Es deutete sich schon eine Weile an – die Änderungen an der Modellreihe 2018 meines Lieblingsmotorrades weckten Begehrlichkeiten in mir. Die wurden inzwischen so groß, dass ich mich zum Verkauf meiner roten 2012er Speedy entschloß. Meine Erfahrungen mit Onlineportalen sind ja eher nicht so gut, trotzdem nutzte ich wieder die Möglichkeiten von mobile.de und autoscout24. Die Erfahrungen die ich bereits 2012 gemacht hatte bestätigten sich wieder:

  • erst keine, oder keine ernst zu nehmenden Offerten
  • Zubehör, vom Scott-Oiler bis zu Mototech-Packtaschen, bringen kein Geld
  • Privatkunden wollen v.a. wenig Geld ausgeben
  • Kontakte sind nett, Verhandlungen zäh
  • Sympathie ist wichtig

Am Ende jedoch ging es schnell: letzten Donnerstag meldete sich ein Interessent aus Ungarn(!), ein paar Mails gingen hin und her, es wurde das eine und andere Mal telefoniert und die Konditionen festgeklopft. Am Samstag stand fest, dass meine Speedy demnächst in Ungarn unterwegs sein wird … Montag die Abmeldung (beim Verkauf ins Ausland unabdingbar) und heute war es dann soweit; Bencze aus der Nähe von Budapest stand mit Trailer, Auto und Freundin vor der Tür.

Speedy und ein wenig Zubehör

Die Formalitäten wurden zügig erledigt, der 12stündige Rückweg forderte seinen Tribut. Die Speedy samt Zubehör wurde auf den Trailer verfrachtet, das Ausfüllen des zweisprachigen Kaufvertrages zog sich ein wenig (in Ungarn muss ein Kaufvertrag tatsächlich von 2 Zeugen beglaubigt werden), ein kurzer Besuch in der Bank und die Sache war vom Tisch. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sah ich dem Auto hinterher …

„Miss Sophie“ steht zum ersten Mal in ihrem „Leben“ auf einem Trailer

Die Speedy war jetzt fast 7 Jahre in meinem Besitz, knapp 40.000 km waren wir zusammen unterwegs. Die Liste der großen Touren ergibt ein schönes Bild:

  • 2012 Schwarzwald
  • 2013 Südtirol (Brixen)
  • 2014 Österreich und Norditalien
  • 2015 Vulkan-Eifel
  • 2016 Rundfahrt Schweiz, Frankreich, Italien
  • 2017 Rundfahrt Italien (Ligurien, Appenin, Adria)
  • 2018 Dolomiten (Bruneck)

Ergänzend dazu Ein- und Mehrtagestouren in Deutschland. So schafften wir die o.a. Laufleistung. Schäden und Pannen blieben aus, lediglich die Batterie gab vorfristig den Geist auf und musste frühzeitig ersetzt werden. Der Totalausfall der Batterie ereignete sich zum Glück zu Hause. Meine Begeisterung für den 3-Zylinder hat in der gesamten Zeit nicht nachgelassen.

Natürlich ist eine neue Speedy schon im Blick und wenn alles klappt, werde ich sie am kommenden Wochenende in Empfang nehmen. Dieses mal sogar die „Edelausgabe“ RS mit den diversen Schmankerln. Aber dazu später …

Vier Tage ohne Motorrad.