Venezuela – der Hinterhof rebelliert

Bild gefunden beim Saker

Es ist erstaunlich was in der Welt vor sich geht. Nach den krachenden Niederlagen der USA in Afghanistan und im Irak, nach dem gescheiterten Regimechange in Syrien, der offenbar verlorenen Kontrolle in Libyen, nun auch noch die immer wiederkehrenden, erfolglosen Versuche in Venezuela Maduro und seine Regierung wegzuputschen.

Der durch die USA installierte „Interims-Präsident“ bekommt keinen Fuß auf den Boden. Alle bisherigen Versuche die Macht in Venezuela an sich zu reißen, scheiterten kläglich. Selbst die permanent ausgesprochenen militärischen Drohungen seitens des Imperiums ändern nichts an den Tatsachen: Venezuela will keinen neuen US-Kolonialismus. Volk und Streitkräfte stehen hinter ihrer legitimen Regierung.

Das alles auf dem definierten „Hinterhof“ der USA. Die offiziell wiederbelebte Monroe-Doktrin (inoffiziell war sie nie tot), zeigt wohl vor allem die Machtlosigkeit des Imperiums: es gelingt nicht mehr mit lokalen Lakeien den Schein von „Freedom and Democracy“ aufrecht zu erhalten, härtere Mittel müssen her. Der Einsatz von Militär jedoch geht bisher über die Drohung nicht hinaus und ich wage die Prognose, dass er auch nicht erfolgen wird. Zu ungewiss das Ergebnis, zu überspannt die Ziele angesichts der Überforderung in Menschen und Technik die bereits jetzt deutlich sind (siehe wiederum Syrien, Afghanistan, Irak).

Die Hoffnung wächst, die Gefahr die vom schwankenden Imperium USA ausgeht ist trotz allem riesig …

Erschreckend hingegen wieder einmal die Reaktion von EU und Bundesregierung. Brüche des Völkerrrechts werden sanktioniert, ja mitgetragen. Der deutsche Darsteller des Außenministers unterstützt in offiziellen Verlautbarungen das Geschehen, scheut sich nicht mit offensichtlichen Faschisten gemeinsame Sache zu machen. Sein Besuch beim brasilianischen Präsidenten spricht Bände …

Trump und das „russiagate“

Ein Jahr hat man lang und breit ermittelt, Leute verhört, verdächtigt, vermutet, im Kaffeesatz gelesen … Das groß angelegte Ablenkungsmanöver vom Skandal um die Mails von Hillary Clinton schien sich mehr und mehr verselbständigt zu haben und wurde zur Universalwaffe gegen Trump. Jetzt platzte die Seifenblase. „Chefermittler“ Mueller teilt mit, dass man keine Beweise für die skurrilen Behauptungen gefunden habe. Er versucht zwar die krachende Niederlage zu verbrämen und plädiert auf einen „Freispruch 2. Klasse“ aus Mangel an Beweisen, aber am Ende bleibt, dass die Unmengen heißer Luft nichts anderes als eben das sind.

Ich bin kein Fan von Trump, noch weniger ein Freund der selbsternannten „unverzichtbaren Nation“, aber es freut mich sehr, dass all die transatlantischen Schreihälse eine schallende Ohrfeige erhielten.

Jens Berger von den Nachdenkseiten analysiert in einem Artikel das Ausmaß des Debakels …

Es geht immer noch dümmer – Birgit Gärtner

Die Schlacht tobt. 30 Jahre nach dem Ende der DDR muss dieser Staat immer noch herhalten für alles Mögliche – Hauptsache es ist negativ. Die Journalistin Birgit Gärtner produziert sich auf Telepolis und „weist nach“, dass der „verordnete Antifaschismus“ in der DDR belächelt wurde und eigentlich ja doch nicht so antifaschistisch war, wie immer behauptet.

In erster Linie greift Frau Gärtner auf einen Herrn Waibel zurück, der in einem Buch „Der gescheiterte Antifaschismus der SED: Rassismus in der DDR“ die Lage in der DDR analysiert und dort großartige Begründungen für den „neuen Rechtsradikalismus in Ostdeutschland“ findet . Am Ende bleibt eine Feststellung – die DDR, die SED war’s.

Faschismus hat nichts zu tun mit dem „demokratischen Staat“ BRD , in dem „lupenreine Demokraten“ den Staat aufgebaut haben. Demokraten wie Globke, Heuss, Kiessinger, Strauss … In dem die neue Wehrmacht durch faschistische Offiziere aufgebaut wurde (1959 verfügten etwa 12.000 der aktiven 14.000 Bundeswehroffiziere über „Kriegserfahrung“ , 300 kamen gar aus der Waffen-SS), wo die Geheimdienste auf die Erfahrungen von „Spezialisten“ aus GeStaPo, SD der SS und der Abwehr der Wehrmacht aufgebaut wurde, wo der Justizapparat nahtlos aus der Nazizeit übernommen wurde (die Witwe Freisler erhielt ihre Pension mit der Begründung das ihr Mann – hätte er den Krieg überlebt – als Beamter oder Rechtsanwalt ein hohes Einkommen erzielt hätte), der ganze Staat baute auf die alten Elten auf …

Der Versuch einen anderen, gerechteren Staat aufzubauen, wird noch heute mit Dreck beworfen, diffamiert. Frau Gärtner leistet ihren Beitrag dazu …

Wessis erklären uns, wie unser Leben war.