Motorrad – Pfingsttour zum „Pesterwitzer Siegel“

Zugegeben ist schon ein paar Tage her, aber ich möchte die Tour auch kurz würdigen. Unter dem Namen „Motorsportgruppe Roetz“ wurden wir im Hotel geführt, allerdings „firmieren“ wir eigentlich ganz anders

Unser „Parkschild“

Da wir selten mit dem Namen hausieren gehen wurde durch Hotelchef Mario Siegel kurzerhand der Name des Organisatoren gewählt.

Die diesjährige Tour führte uns dieses Mal vor die Tore Dresdens, genauer in den kleinen Ort Pesterwitz der zu Freital gehört. Die Anfahrt von Salzwedel aus – Autobahnen meidend und einige kleinere Umleitungen in Kauf nehmens – betrug bei herrlichstem Wetter 350 km. Die Strecke führte uns über Tangermünde, Wittenberg und Meißen bis nach Freital. K. machte einen Superscout und gegen 17.00 Uhr trafen wir in Pesterwitz ein.

Wir wurden freundlich empfangen und nach dem obligatorischen „Empfangsbier“ und der notwendigen Dusche fanden wir uns zum Abendbrot zusammen. Das Hotelteam sorgte sich vorbildlich um uns.

Tag 2 wurden Touren unternommen. Das nahe gelegene Osterzgebirge wurde ebenso erkundet wie der Fichtelberg.

Impression vom Fichtelberg

Leider war der Pfingstsonntag total verregnet in Sachsen, so dass wir den Tag für Kultur und Sightseeing in Dresden nutzten.

Auf der Dresdener Schloßbrücke

Die Rückfahrt nach Salzwedel konnten wir wieder bei bestem Motorrad-Wetter absolvieren.

An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an das Team vom „Pesterwitzer Siegel“. Wir fühlten uns wirklich wohl bei euch, die Betreuung war tadellos und kommen gerne einmal wieder!

Tag der Befreiung – 8.Mai 2017

Heute vor 72 Jahren kapitulierte die Wehrmacht in Berlin-Karlshorst. In der DDR wurde dieser Tag als „Tag der Befreiung“ begangen. Befreiung vom Faschismus, vor allem durch die Rote Armee, die Sowjetunion. Wie hoch der Blutzoll der Armee, der Völker der Sowjetunion war, der bis zu diesem Tag entrichtet wurde, ist weitestgehend in Vergessenheit geraten.

Laut einer Umfrage von ICM Research 2015, nannten mehr als 50% der Befragten die USA als Befreier. Lediglich 17% nannten die Sowjetunion. Das 27 Millionen Sowjetbürger in diesem Krieg ums Leben kamen – davon „nur“ 11,4 Millionen Soldaten, aber mehr als 15 Millionen Zivilisten – ist scheinbar in Vergessenheit geraten. Welche Verbrechen die SS, aber auch Wehrmacht und Wirtschaft begingen – nicht nur in der Sowjetunion, auch in Polen, Tschechien, Jugoslawien, Griechenland – ist den Menschen hier nicht bewusst oder wird verdrängt. Stattdessen steht die Erinnerung an deutsche Opfer, z.B. der Opfer des anglo-amerikanischen Bombenterrors oder der deutschen Kriegsgefangenen, im Vordergrund.

Vielleicht habe ich es nur übersehen, aber das mediale Echo und die Stellungnahmen von Politikern sind (auch) am heutigen Tag kaum zu hören oder zu lesen. Man könnte meinen, es handele sich nicht um einen Feiertag, nicht um den „Tag der Befreiung“.

Einen interessanten Beitrag fand ich auf rubikon.news. Andreas von Westphalen liefert einen sehr informativen Artikel zum Thema, mit Fakten, Zitaten und der Erläuterung von Zusammenhängen. Aus diesem Artikel stammt das folgende Gedicht eines deutschen Soldaten. Willy-Peter Reese, der als „vermisst“ registriert, diesen mörderischen Krieg nicht überlebend, irgendwo als namenloses Opfer verscharrt. Er beschreibt sehr deutlich den Anteil wohl der meisten Deutschen an den Verbrechen des Faschismus, nicht nur in der Sowjetunion …

Wir sind der Krieg. Weil wir Soldaten sind.
Ich habe alle Städte verbrannt
Alle Frauen gewürgt
Alle Kinder geschlagen
Allen Raub genommen vom Land.
Ich habe Millionen Feinde erschossen,
alle Felder vernichtet, die Dome zerstört,
die Seelen der Menschen verheert,
aller Mütter Blut und Tränen vergossen.

Ich habe es getan. – Ich tat
Nichts. Aber ich war Soldat.

Ich halte es für angebracht Dank zu sagen. Das Beitragsbild stammt aus dem Jahr 2015 und ist der „Jungen Welt“ entnommen.

Udo in Schwerin

Die Nachtigall hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Ich war ein wenig skeptisch wegen der gegenüber dem Hamburger Volksparkstadion doch bescheidenen Sport- und Kongresshalle in Schwerin. Doch Udo hat wieder eine Super-Show geliefert und wurde entsprechend von den etwa 8.000 Konzertbesuchern gefeiert. Wegen der großen Nachfrage gibt es übrigens heute gleich noch ein Konzert am selben Ort.

Die Stimmung war fast familiär, intim und Udo Lindenberg zelebrierte seine Show mit neuen, alten und ganz alten Songs. Wie immer ein wenig angepasst an Ort und Zeit …

Danke Udo!

 

 

 

Wir waren zwei hammerkrasse Typen
zwei wie’s die nur einmal gab
früher waren wir doch unsterblich
heut‘ stehst du mit einem Bein im Grab
die Welt da draußen macht dich fertig
und du sagst, du hast genug
Ey Amigo, guck nach vorn
denk an unsern alten Spruch:

Nimm dir das Leben
und lass es nicht mehr los
denn alles was du hast
ist dieses eine blos
Nimm dir das Leben
und gib’s nie wieder her
denn wenn man es mal braucht
dann findet man’s so schwer
Wir sind doch keine Automaten
wir sind ein Wunder – du und ich
lass die andern weiterhetzen, weiterhetzen – wir nich‘
wir streunen locker durch die Gegend
mal sehn wohin es uns so bringt
und mit whiskeyrauer Stimme
Ey hör‘ mal, was dein Freund dir singt:

Nimm dir das Leben
und lass es nicht mehr los
denn alles was du hast
ist dieses eine blos
Nimm dir das Leben
und gib’s nie wieder her
denn wenn man es mal braucht
dann findet man’s so schwer

Wo is‘ deine Power hin
wo ist sie geblieben
wo is‘ deine Power hin
bis zum letzten Atemzug

Nimm dir das Leben
und lass es nicht mehr los
greif’s dir mit beiden Händen
mach’s wieder stark und groß
Nimm dir das Leben
und gib’s nie wieder her
denn wenn man es mal braucht
dann findet man’s so schwer