Es geht immer noch dümmer – Birgit Gärtner

Die Schlacht tobt. 30 Jahre nach dem Ende der DDR muss dieser Staat immer noch herhalten für alles Mögliche – Hauptsache es ist negativ. Die Journalistin Birgit Gärtner produziert sich auf Telepolis und „weist nach“, dass der „verordnete Antifaschismus“ in der DDR belächelt wurde und eigentlich ja doch nicht so antifaschistisch war, wie immer behauptet.

In erster Linie greift Frau Gärtner auf einen Herrn Waibel zurück, der in einem Buch „Der gescheiterte Antifaschismus der SED: Rassismus in der DDR“ die Lage in der DDR analysiert und dort großartige Begründungen für den „neuen Rechtsradikalismus in Ostdeutschland“ findet . Am Ende bleibt eine Feststellung – die DDR, die SED war’s.

Faschismus hat nichts zu tun mit dem „demokratischen Staat“ BRD , in dem „lupenreine Demokraten“ den Staat aufgebaut haben. Demokraten wie Globke, Heuss, Kiessinger, Strauss … In dem die neue Wehrmacht durch faschistische Offiziere aufgebaut wurde (1959 verfügten etwa 12.000 der aktiven 14.000 Bundeswehroffiziere über „Kriegserfahrung“ , 300 kamen gar aus der Waffen-SS), wo die Geheimdienste auf die Erfahrungen von „Spezialisten“ aus GeStaPo, SD der SS und der Abwehr der Wehrmacht aufgebaut wurde, wo der Justizapparat nahtlos aus der Nazizeit übernommen wurde (die Witwe Freisler erhielt ihre Pension mit der Begründung das ihr Mann – hätte er den Krieg überlebt – als Beamter oder Rechtsanwalt ein hohes Einkommen erzielt hätte), der ganze Staat baute auf die alten Elten auf …

Der Versuch einen anderen, gerechteren Staat aufzubauen, wird noch heute mit Dreck beworfen, diffamiert. Frau Gärtner leistet ihren Beitrag dazu …

Wessis erklären uns, wie unser Leben war.

5 Antworten auf „Es geht immer noch dümmer – Birgit Gärtner“

  1. Was für ein Geschwurbel da ausgebreitet wird!

    Für mich eindeutig Siegergeschichtsschreibung in dem Artikel …

    (Ich rege mich gerade auf über diese Tussi, und das ist vor dem ersten Kaffee Gift für den Tag. Hatte eine ähnliche Diskussion erst vor ein paar Tagen: Die 57 Jahre DDR sind alleine Schuld am AfD-Dilemma in Sachsen; die 30 Jahre Abwertung danach nicht, denn die jetzt unter 35Jährigen sind eben nur durch die DDR-Zeit und durch nichts danach beeinflußt! Wie bescheuert!)

    1. Es findet sich ne Menge dummes Zeug zum Thema. Eigentlich habe ich schon eine Rubrik: DDR und auch Geschichte. Leider fällt es schwer den ganzen Mist zu lesen und noch viel mehr zu verdauen.
      „Gesegnet“ mit Kindern die in der lupenreinen Demokratie aufgewachsen sind und nunmehr mit den Kindern der Lebensabschnittsgefährtin, erlebe ich (vor 15 Jahren kaum vorstellbar für mich) eine gewaltige Steigerung der DDR-Hetze in den Gymnasien. Es wird immer widerlicher und ich bin versucht, Erinnerungen zu schreiben. Vielleicht ist ein Sammelthread für besonders blödsinnige Hetze gar keine so schlechte Idee …

  2. Eine Rubrik DDR habe ich auch.

    Aber hier geht es ausschließlich um den Blödsinn der 2019 – zum 30jährigen- veröffentlicht und erdacht wird.

    Ich hatte es befürchtet. Es wird ein ekelhaftes Jahr. Und das nächste wird nicht besser: 30 Jahre Anschluß …

    Die Geschichtsfälscher reiben sich schon die Hände.

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