Abmeldung – Urlaub Teil II

Fast die Dolomiten – 2014 am Stilfser Joch

Es ist eher ungewöhnlich für mich, dass ich meinen Sommerurlaub splitte. Bei den Grenztruppen gelernt und verinnerlicht, dass ein Erholungsurlaub mindestens 3 Wochen dauern sollte, hielt ich mich all die Jahre an diese Regel. Phase I – Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff – ist nun schon einige Wochen abgeschlossen und morgen beginnt nun endlich Phase II: die lang ersehnte Tour mit dem Motorrad.

Mit dem Verein geht es über das Wochenende nach Eisenberg inThüringen, für knapp die Hälfte der Teilnehmer am traditionellen „Sommercamp“ schließt sich ab Sonntag ein 6-tägiger Aufenthalt in den Dolomiten an.  Die Dolomiten gelten nicht umsonst als DAS Motorradrevier in Europa. Ein paar mal waren wir auch schon da. Trotzdem ist die Vorfreude riesengroß und die Erwartungen steigern sich von Tag zu Tag.

Heute nun der letzte Arbeitstag vor dieser Tour, nach 5 recht anstrengenden aber doch erfolgreichen Wochen. Und morgen geht’s endlich los …

Erfahrungsgemäß werde ich kaum Zeit für den Blog haben, aber das ist in letzter Zeit ja nicht ganz ungewöhnlich. Vielleicht entstehen wieder einpaar schöne Bilder von der Tour und ich werde ausführlich (na ja, mehr oder weniger ausführlich) berichten. Vielleicht ist es ja die letzte Tour mit meiner Speedy – „Miss Sophie II geht mir nicht mehr aus dem Kopf …

Musiktipp – Hannes Wittmer

Bild von youtube.com

 

Der Emil hat mich auf den nächsten „Singer-Songwriter“ aufmerksam gemacht. Sein Artikel machte mich neugierig und die Erwartung wurde erfüllt. Hannes Wittmer, früher als „Spaceman Spiff“ unterwegs und Platten veröffentlichend, bietet gute, handgemachte Musik und berührende, nachdenkliche Texte. Eben das, was man so von einem „Singer“ erwartet (mich nervt auch hier der Anglizismus).

Sein Blog, zeigt ihn als sympathischen, nachdenkenden Menschen. Seine neue Platte, noch für dieses Jahr geplant, wird nicht verkauft, sondern kostenlos zum Download bereitstehen. Wittmer auf seinem Blog dazu:

ich habe mich dazu entschlossen, mein nächstes Album zu verschenken. Es wird also weder im Handel, noch bei den gängigen Streaming- und Downloadplattformen zur Verfügung stehen. Zusätzlich möchte ich auch meine Konzerte (soweit möglich) auf Pay-What-You-Want-Basis spielen. Es ist für mich sowas wie eine Radikalkur von der Musikwirtschaft, ihren Mechanismen und Widersprüchen.

In seinem neuesten Beitrag geht er sogar noch weiter:

Ich bin zutiefst besorgt über die Entwicklungen unserer Zeit. Sowohl im Ökologischen (Klimawandel, Plastikberge) als auch im Politischen (europaweiter Rechtsruck, Flüchtlingswellen und der desolate Umgang damit) und Gesellschaftlichen/Sozialen (Arm-Reich-Schere, zunehmende Individualisierung und Entfremdung,  fehlende  Empathie).  Auf der Suche nach den Ursachen stoße ich am Ende immer wieder auf ein Wirtschaftssystem, dass sich einen Scheißdreck um Mensch und Natur schert. Die Gesellschaft, samt ihrer moralischen Normen und Werte, sollte die Basis für die Wirtschaft sein und nicht anders herum. Unsere Wirtschaft hat aber ein Eigenleben angenommen, beeinflusst die Gesellschaft massiv und breitet sich gleichzeitig in sämtliche Lebensbereiche aus. Ökonomische Denkweisen und Zwänge bestimmen mehr und mehr, wie wir uns in unserer Gesellschaft gegenüber Anderen verhalten. Geld (sparen/verdienen) und Wohlstand scheinen am Ende universell tolerierte Rechtfertigungen für ALLES zu sein und wirtschaftliche Bedenken und Interessen stechen somit regelmäßig moralische Fragen aus.

Wichtige Gedanken die Hannes Wittmer da äußert, den eigenen Weg suchend und hoffentlich findend.

Am Ende soll euch einer seiner Titel überzeugen (und es ist bewußt ein anderer als beim Emil um eine Doppelung zu vermeiden) …

auf der suche nach wahrheit
wie es wirklich ist
findet man endlich klarheit
bis man sie wieder vergisst

wir fallen in tiefe löcher
und klettern wieder hinauf
und die sonne geht unter
und die sonne geht auf

wir hängen dinge an große glocken
wir pfeifen töne in den wind
und wundern uns am morgen
warum wir noch nicht
angekommen sind

denn woanders ist auch immer
nur ein weiteres hier
und immer viel zu viel die andern
immer viel zu wenig wir

aber nur weils uns nicht gut geht
heißt das nicht es geht uns schlecht
nur weil alle anderen reden
heißt das nicht sie haben recht
wir sind lange schon auf reisen
und kommen immer nur so weit
wie die ideen uns tragen
wie der mangel uns treibt

vowärts ist keine richtung
aber alle rennen mit
das hier ist nicht el dorado
das ist nur ein kleiner schritt

rückwärts ist keine richtung
aber alle schaun zurück
das hier ist nicht gotham city
das ist nur ein kleines stück

und die sonne geht unter
und die sonne geht auf
wir klettern löcher hinunter
und fallen wieder hinauf

For the Ride – Triumph mal wieder

Während das eine oder andere Projekt der britischen Motorradschmiede hier auf dem Blog bereits erwähnt und dann wohl von Triumph eingestampft wurde, scheint es wieder einen aktuellen Versuch zu einem „Online-Magazin“ zu geben. Jedenfalls erhalte ich seit Mai wieder entsprechende Post über das Erscheinen einer neuen Ausgabe des „FOR THE RIDE“ genannten Webangebotes.

Die Themen sind vielfältig, konzentrieren sich – wie die gesamte Motorradwelt – auf die im Moment ausgesprochen angesagten Modellreihen. Vor allem Reiseenduros, und Bobber, Scrambler (wie die sogenannten Retrobike-Baureihen bei Triumph heissen). In einem der Artikel (wohl schon vom Februar) wird allerdings noch einmal die nagelneue Speed Triple 2018 vorgestellt, die ja einige Begierden in mir geweckt hat 😉 .

Der Artikel ist interessant, führt die Änderungen im Einzelnen auf und macht den Unterschied zwischen der „S“- und „RS“-Variante deutlich. Ich denke bereits intensiv über den Tausch meiner Speedy mit ihrer jüngeren Schwester nach – wohl in der Standardvariante, aber ganz sicher ist das noch nicht …

Aus dem Artikel:

Was gibt es Neues?

Die 2018er-Modelle der Speed Triple weisen 150 neue Motorteile auf und versprechen damit klarer, intelligenter und reaktionsschneller als ihre Vorgängerversionen zu sein. Bei den neuen Modellen wurde ein massives Motor-Upgrade vorgenommen. Sie verfügen jetzt über mehr Leistung und ein höheres Drehmoment, einen neuen TFT-Farbbildschirm, eine schlüssellose Zündung (RS-Modell), hinterleuchtete Bedienelemente am Lenker sowie über anspruchsvolle Aufhängungs- und Bremssysteme.

2018er Speed Triple RS (links) und S (rechts)

Bei genauerem Hinsehen …

Um es einfach auszudrücken: Es handelt sich um die leistungsstärkste und reaktionsschnellste Speed Triple aller Zeiten. Der Hubraum der Speed Triple bleibt mit 1050 cm³ unverändert, aber dank einer strömungsoptimierten Auspuffanlage (Arrow an der RS) und einer überarbeiteten Motorkonstruktion, die wesentlich drehfreudiger ist, bietet der Motor jetzt 150 PS bei 10.500 U/min. Die Aufhängung besteht aus einer vollständig einstellbaren Showa-Gabel- und -Federbein-Baugruppe an der S und einer Kombination aus Öhlins NIX30 USD-Gabeln und TTX36-Doppelrohr-Federbein für die RS.

Hochwertige Brembo-Bremsen ermöglichen eine enorme Bremsleistung und die neuen 10-Speichen-Räder mit Pirelli Diablo Supercorsa-Reifen runden die Verbesserungen bei der Fahrdynamik ab.

Zu den technischen Neuerungen zählen u. a. der TFT-Farbbildschirm, vier serienmäßige Fahrmodi sowie ein Rennstecken-Fahrmodus für die RS, ein Tempomat, beleuchtete Bedienelemente, in die Scheinwerfer integrierte Tagfahrleuchten und eine schlüssellose Zündung (nur bei der RS). Dann gibt es an der RS noch eine futuristisch anmutende ‚Trägheitsmesseinheit‘ (IMU), die den Schräglagenwinkel berechnet und das ABS-Verhalten sowie die Traktionskontrolle optimiert.

Im Moment allerdings bereite ich mich (und „Miss Sophie“) auf die bevorstehende Woche vor. Dem Sommercamp unseres Vereins folgt unmittelbar ein 6-Tagetour in die Dolomiten. Die Vorfreude ist riesig, wenn auch mit dem einen oder anderen Wermutstropfen versehen.

Hier der Link zum vollständigen Artikel.