Syrien – Medienspektakel zu Ost-Goutha

In der Berichterstattung zu Syrien zeigt sich, wie gering die Meinung der sogenannten 4. Gewalt zu ihren Konsumenten ist. Man setzt auf Vergessen, mangelndes Reflexionsvermögen und Dummheit bei Lesern, Hörern und Sehern. Anders ist die tumbe, die Intelligenz der Menschen beleidigende „Berichterstattung“ nicht zu erklären … 

Es ist etwas mehr als ein Jahr her, dass in den Medien über den „Genozid“, das „Massaker“ an Zivilisten und gar den Holocaust von Aleppo gebarmt wurde. Die Schreckensmeldungen sind gleich, nur der Ort hat sich geändert. Während Aleppo nach der „Eroberung durch Assads Truppen“ völlig aus den Meldungen verschwand, wird nun ein ähnliches Szenario realisiert. Dieses Mal geht es um Ost-Ghouta, ein Gebiet in der Nähe von Damaskus, das nunmehr vom „Regime Assad“ erobert wird … Und wieder tönt es aus allen Lautsprechern. „Massaker“ schreit auch die Kanzlerin und zeigt damit endgültig ihr wahres Gesicht

Wenige, fundierte Berichte sind zu finden. Karin Leukefeld, seit Jahren vor Ort in Syrien, gehört zu den wenigen verlässlichen Quellen, die versucht ein objektives Bild der Ereignisse in Syrien zu vermitteln.

Für die Nachdenkseiten analysierte Frau Leukefeld vor wenigen Tagen die Lage in Ost-Ghouta, ebenso die Ereignisse in Afrin.

Die Kämpfer der beschriebenen Gruppen bilden gemeinsam ein Heer von mehreren Tausend Gotteskriegern. Wiederholte Verhandlungen über deren Abzug blieben erfolglos. Ein im Sommer 2017 vereinbarter Waffenstillstand und die Einstufung der östlichen Vororte von Damaskus als „Deeskalationsgebiet“ scheiterten, nachdem von den o.g. Gruppen im September und im Dezember 2017 – durch die Tunnelsysteme – zwei schwere Anschläge auf die syrischen Streitkräfte mit weit über 100 Toten verübt worden waren. Der an den Verhandlungen um das „Deeskalationsgebiet“ und den Waffenstillstand beteiligte syrische Minister für nationale Versöhnung, Ali Haidar, erklärte nach den Anschlägen, die Kampfverbände hätten offensichtlich kein Interesse an einem Waffenstillstand. Man bleibe dafür offen, sehe allerdings wenig Chancen für ernsthafte Vereinbarungen. Hunderte syrische Soldaten, Regierungsbeamte und deren Angehörige werden von den o.g. Gruppen als Geiseln gehalten. In den vergangenen sieben Wochen wurden aus den Gebieten der östlichen Ghouta mehr als 1500 Granaten und Raketen auf Wohnviertel in Damaskus gefeuert. Dutzende Menschen starben, Hunderte wurden verletzt.

Der gesamte, sehr informative Artikel findet sich auf den Nachdenkseiten.