Das Ende der Megamaschine – Buchtipp

Bereits 2015 erschien „Das Ende der Megamaschine“ von Fabian Scheidler, ich stieß erst jetzt auf dieses interessante Buch. Scheidler seziert mit Präzision den Mythos vom Fortschritt den die westliche Welt seit Jahrhunderten durchläuft und dabei immer mehr Frieden und Wohlstand verbreitet. Stattdessen zeigt er auf, dass Krieg, Zerstörung, Expansion und Unterdrückung grundlegende Pfeiler des Aufstiegs Europas (und europäisch dominierter Länder) waren und sind. Das Ziel dieser Entwicklung war und ist nicht die Verbesserung des Lebens für die Menschheit, sondern lediglich einer überschaubaren Gruppe von Menschen, der Eliten.

Das System der „Megamaschine“ – Wachsen ohne Begrenzung, immer weiter um immer mehr „Geld“ zu produzieren – stößt nunmehr an seine Grenzen, so Scheidler. Besonders die begrenzten Ressourcen unseres Planeten setzen dem nunmehr am Ende. Gleichzeitig pervertierte das System in der Geschichte immer weiter – immer weniger profitieren, immer mehr verlieren.

Scheidler prophezeit das Ende des Kapitalismus – oder das Ende der Menschheit. Immerhin unterscheidet sich diese Sicht der Dinge wohltuend vom propagierten „Ende der Geschichte“ und dem Kapitalismus als der letzten menschlichen Gesellschaftsform.


Auf Zeuchs Buchtipps fand ich den folgenden Satz, der die Stärke des Buches mMn sehr gut aufzeigt:

In den insgesamt 11 Kapiteln analysiert und belegt Scheidler diese Zusammenhänge und fordert seine LeserInnen heraus. Es wird zunehmend unerträglicher, den Wahnsinn und die menschenverachtenden Auswirkung der Megamaschine zu ertragen. All das nur, um die eigennutzende Gewinnmaximierung zu perfektionieren und Geld um des Geldes Willen weiter anzuhäufen.