Rubikon – Fundstücke der Woche

Nach einer 3wöchigen Sommerpause ist rubikon.news wieder mit neuen Artikeln im Netz zu finden. Wie immer recht produktiv die Seite …

Zwei Artikel haben es mir besonders angetan und ich möchte euch darauf hinweisen.

Deutschland als demokratie- und rechtsstaatsfreie Zone für Großkonzerne?

Am  Beispiel des sogenannten „Abgasskandals“ weist der Autor nach, dass ohne Wissen – ja Einverständnis – der Politik weder die technischen Pferdetäuschertricks noch der Umgang mit dem „Skandal“ durch die Wirtschaftsbosse möglich wäre. 

Die Politik fast aller Parteien (einschließlich übrigens der AfD) läuft darauf hinaus, alles zu tun, damit die Unternehmen des „Standorts Deutschland“ ihre Vorherrschaft auf dem Weltmarkt nicht verlieren. Über die dafür geeigneten Strategien der Unternehmen entscheiden diese „natürlich“ weitgehend selbst. Einschränkende Regeln wie Umweltstandards werden durch entsprechende Lobbyarbeit, Netzwerke, den „Drehtüreffekt“ und publizistischen Druck auf die Parteien entsprechend modifiziert.

Dabei ist den Politikern von CDU, FDP, SPD und Grünen klar, dass der Sonderstatus Deutschlands mit den einzigartigen exorbitanten Exportüberschüssen nicht mit versöhnenden Floskeln, sondern nur mit einer knallharten Konkurrenzpolitik zu gewährleisten ist. Dazu gehören billige Lebensmittel, billige Textilien, billige Urlaubsflüge – Schnäppchen generell – ebenso wie billige Leiharbeit, Hartz IV, aber auch niedrige Unternehmenssteuern, Privatisierung und die Übernahme von Verlusten in der Finanzkrise. Und dazu gehören eben auch Betrug und illegale Kartellbildung.

 Das Ende der Demokratie

lautet der Titel des zweiten Artikels auf rubikon.news . Während man nicht müde wird uns das Ende des Klassenkampfes, der Klassen und sogar das „Ende der Geschichte“ zu predigen, wird hier der Versuch unternommen, Definitionen, Erklärungen für heutige gesellschaftliche Strukturen zu geben. 

Zum Klassenbewusstsein gilt: Die global herrschende Klasse tendiert dazu, sich selbst, vergleichbar mit feudalen Königen, von Gottes Gnaden hoch über alle anderen Menschen gesetzt zu sehen. Faschismus dürfte eine tragende Säule ihrer Ideologie sein und Krieg nur eines der Werkzeuge, um ihre Macht und ihre Gewinne zu steigern.

Damit ist sie durch ein übergeordnetes Klasseninteresse miteinander verbunden. Zur Einigkeit im Klassenkampf lässt sich konstatieren: Es handelt sich um einen global geführten Klassenkampf “von oben”. Beim Begriff “Klassenkampf” denkt jeder nur an Aktionen von Arbeitern, die ihre Klasseninteressen verteidigen, und vergisst dabei den viel bedeutenderen Klassenkampf, der von der herrschenden Klasse mithilfe des Staates organisiert wird.

Nextcloud 12.0.2 – neue Version veröffentlicht

Bereits am 14. wurde Version 12.0.2 von Nextcloud bereit gestellt. Meine Serverinstanz läuft stabil, Probleme traten nicht auf und so ergibt sich für mich nicht die Notwendigkeit, ständig nach Updates zu schauen. Die Aktualisierung lief dank des integrierten Updaters völlig problemlos über die Bühne. 

Der Updater in Aktion …

Die Veröffentlichung kam wohl nicht nur für mich etwas überraschend: im Hilfeforum von Nextcloud gab es (wie bei mir) leichte Irritationen ob der Veröffentlichung. Ebenfalls im Forum finden sich einige Meldungen über mißglückte bzw. problematische Updates. Allerdings geht es wohl meist um „Sicherheits- und Einrichtungswarnungen“, die mir ja auch nicht unbekannt sind. In der Vergangenheit hatte ich ab und an mit der .htaccess, als auch eigenen PHP-Skripten Probleme. Der Fehler im „Integritätscheck trat bereits bei ownCloud auf,  liegt also schon mehr als 1 Jahr zurück …
Allerdings ließen sich diese Fehler immer recht unkompliziert beheben.

Die Changelog ist ausgesprochen kurz. Nextcloud 12.0.2 wird hier lediglich mit „Minor bugfix release“ bezeichnet – mehr nicht.

Laut dem Maintenance and Release Schedule von Nextcloud auf github erscheint Version 12.0.3. bereits kommenden Montag (dieses Mal werde ich darauf achten 😉 ) und noch für dieses Jahr ist die Veröffentlichung von Nextcloud 13.0 geplant.

US-Zerstörer kollidiert mit …

 

Im Juni, als sich ein ähnlicher Vorfall ereignete, liess mich die Meldung relaiv kalt. Kann vorkommen meinte ich und beschäftigte mich nicht weiter mit dem Thema. Die Meldung vom gestrigen Montag allerdings weckte mein Interesse: zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen kollidierte ein US-Zerstörer mit einem Frachter, dieses Mal sogar mit einem Tanker. Wieder gab es Tote und die USS „John McCain“ wurde erheblich beschädigt. Wie bereits das Schwesterschiff, die USS „Fitzgerald“, wurde der Zerstörer seitlich gerammt und dieser Rammstoss riss ein sehr großes Loch in die Bordwand des Schiffes.

Da ich kein großer Marineexperte bin, habe ich ein wenig recherchiert. Beide US-Zerstörer gehören zur Arleigh-Burke-Klasse, recht modernen Schiffen mit dem Anspruch, für sehr verschiedene Aufgaben einsetzbar zu sein. Hauptbewaffnung sind Lenkwaffen, also gelenkte Raketen zur Bekämpfung von Luft-, See- und Landzielen (letztere also Cruise Missiles). Die beiden Schiffe die im April den „Vergeltungsschlag“ der USA gegen Syrien führten, gehören zur selben Klasse.

Um die vielfältigen Aufgabenstellungen meistern zu können verfügen die US-Zerstörer über leistungsfähige Feuerleit- und Radarsysteme. Am Ende bleibt nur ein Fazit: beide Zerstörer gehören keineswegs zum alten Eisen, bilden vielmehr zusammen mit den 62 anderen Schiffen ihrer Klasse das Rückgrat der US-Navy, die insgesamt inklusive Versorgungsschiffen über etwa 300 Einheiten verfügt.

Mit einer Verdrängung von 8.300 bis zu 9.200 BRT – je nach Spezifikation – sind es auch keine „Äppelkähne“, sondern Schiffe durchaus respektabler Größe (zum Vergleich: die Fregatten der Sachsen-Klasse im Bestand der Bundesmarine haben eine Verdrängung von 5.800 BRT).

Ich glaube nicht an einem Zufall der beiden Ereignisse. Relativ langsame, relativ unbewegliche Frachtschiffe rammen zufällig ein modernes Kampfschiff, vollgestopft mit Elektronik und Waffen, praktisch permanent gefechtsbereit? In meinen Augen klingt das alles andere als glaubhaft …

Entweder werden solche Schiffe nur von Idioten bemannt und geführt, oder die hochgelobte, „der ganzen Welt überlegene“ Waffentechnik – inklusive der Feuerleit- und Radarsysteme des AEGIS-Systems – der USA ist keinen Pfifferling wert.

Wie ernst die USA den erneuten Vorfall nehmen, zeigt die „Einstellung sämtlicher Operationen“ der US-Navy für – vorerst – 1 Tag …