Haudegen – Blut, Schweiß und Tränen

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Am 21. Juli wird Haudegen „Blut, Schweiß und Tränen“ veröffentlichen. Nicht nur ein neues Album, sondern gleich 3 auf einmal. Ein Trilogie, thematisiert.

Bereits vor dem Erscheinen finden sich enthusiastische Rezensionen im Netz. Bei Kalle-Rock heisst es:

Blut, Schweiß und Tränen… jedes Wort ein Album. Jedes Album ein Stück Haudegen. Jedes Stück Haudegen eine andere Seite der Band. Wenn man es auf die Anatomie von Haudegen überträgt, dann steht „Blut“ für den Kopf, „Schweiß“ für das Herz und „Tränen“ für die Seele.

Wer die Haudegen kennt, dem ist klar: Sie lassen sich an Nichts binden. Ihre Musik ist vielseitig und bringt verschiedene Elemente ein. Ob harten Rock, manch Hip Hop Elemente, Berliner Sprache oder einfach pure Emotionen – die Haudegen wissen ihre Geschichte in Musik zu packen.

Und mit den drei neuen Alben gibt es soviel Spielraum, Emotionen freien Lauf zu lassen. „Blut“ wird die härtere aller Scheiben, „Schweiß“ ein Mittelding aus allen Bereichen der Band und „Tränen“ die emotionalste Platte.

Ich teile die Vorfreude, bin gespannt auf Texte und Musik. Als kleiner Vorgeschmack der Titelsong „Blut, Schweiß und Tränen“.

Motorrad – Pfingsttour zum "Pesterwitzer Siegel"

Zugegeben ist schon ein paar Tage her, aber ich möchte die Tour auch kurz würdigen. Unter dem Namen „Motorsportgruppe Roetz“ wurden wir im Hotel geführt, allerdings „firmieren“ wir eigentlich ganz anders

Unser „Parkschild“

Da wir selten mit dem Namen hausieren gehen wurde durch Hotelchef Mario Siegel kurzerhand der Name des Organisatoren gewählt.

Die diesjährige Tour führte uns dieses Mal vor die Tore Dresdens, genauer in den kleinen Ort Pesterwitz der zu Freital gehört. Die Anfahrt von Salzwedel aus – Autobahnen meidend und einige kleinere Umleitungen in Kauf nehmens – betrug bei herrlichstem Wetter 350 km. Die Strecke führte uns über Tangermünde, Wittenberg und Meißen bis nach Freital. K. machte einen Superscout und gegen 17.00 Uhr trafen wir in Pesterwitz ein.

Wir wurden freundlich empfangen und nach dem obligatorischen „Empfangsbier“ und der notwendigen Dusche fanden wir uns zum Abendbrot zusammen. Das Hotelteam sorgte sich vorbildlich um uns.

Tag 2 wurden Touren unternommen. Das nahe gelegene Osterzgebirge wurde ebenso erkundet wie der Fichtelberg.

Impression vom Fichtelberg

Leider war der Pfingstsonntag total verregnet in Sachsen, so dass wir den Tag für Kultur und Sightseeing in Dresden nutzten.

Auf der Dresdener Schloßbrücke

Die Rückfahrt nach Salzwedel konnten wir wieder bei bestem Motorrad-Wetter absolvieren.

An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an das Team vom „Pesterwitzer Siegel“. Wir fühlten uns wirklich wohl bei euch, die Betreuung war tadellos und kommen gerne einmal wieder!

Persönliches und Politik

Es war ruhig auf dem Blog in den letzten Wochen. Mich treibt im Moment wieder Vieles um, meist private Angelegenheiten, aber zunehmend Raum greifend auch die Politik.

Die Situation in der Welt, Europa und Deutschland beschäftigt, macht nachdenklich. Schien es Anfang des Jahres noch möglich, dass die Bundestagswahl im September zumindest eine teilweise Abkehr von der katastrophalen neoliberalen Ausrichtung der deutschen Politik bringen könnte, sehe ich im Moment eher schwarz. Und das durchaus im doppelten Sinne des Wortes.

Die SPD hat es versäumt, sich neu aufzustellen und sich zurück zu besinnen auf ihre tatsächliche Klientel. Selbst das Godesberger Programm scheint geradezu revolutionär gegenüber der heutigen poltischen Ziele.

Die Grünen wandelten sich in den den vergangenen Jahren zu Kriegstreibern und Vertretern eines „starken Deutschlands“. Sie sind bestenfalls noch olivgrün und weit entfernt von ihren Ursprüngen.

Die Linke hat sich endgültig zur SPD 2.0 gewandelt, will die Auswirkungen von Sozialabbau und Umverteilung allenfalls abschwächen, den Kapitalismus wieder „sozialer“ machen. Das die hochgepriesene „soziale Marktwirtschaft“ lediglich solange aufrecht erhalten wurde, wie es einen zweiten, sozialistischen deutschen Staat (und natürlich nicht nur den) gegeben hat, wird von allen „führenden Köpfen“ nicht gesehen oder gar geleugnet. Im Bestreben „regierungsfähig“ zu werden, sind Teile der Linken sogar bereit, ihre im Parteiprogramm von 2013 festgeschriebenen  militärpolitischen Positionen über Bord zu werfen. Natürlich sind die auf dem Hannoveraner Parteitag genannten Positionen zu Hartz IV, Rentenrecht, Privatisierung usw. richtig, aber das kann in meinen Augen nicht alles sein. Die Abschaffung der Ausbeutung, soziale Gerechtigkeit, konsequente Friedenspositionen spielen keine Rolle mehr in programmatischen und aktuellen Diskussionen innerhalb der Parte.

Seit Anfang der 90er bin ich auf der Suche nach einer neuen poltischen Heimat. Zunächst enttäuscht vom und vor allem von der Art des „Untergangs“ der DDR und meinen Erlebnissen in der frisch reformierten SED zur damaligen PDS, wandte ich mich weitestgehend von politischen Themen ab, stand zunächst die Bewältigung persönlicher Probleme im Vordergrund. Politik interessierte zwar durchaus, aber ein Gefühl der Ohnmacht erzeugte Resignation. Ein langer Reifeprozess war nötig, um mich aus dieser Lethargie zu befreien.

Mein Interesse an Geschichte brachte in den vergangenen Jahren einige Erkenntnisse. Die Schriften Kurt Gossweilers haben mich erkennen lassen, dass Lügen mein Geschichtsbild bestimmen – gerade die in der DDR verbreiteten. Schwerpunkt hier vor allem der Stalinismus, aber auch der Umgang mit der preußischen Geschichte  ließ mich die angewandten Konstruktionen und Mechanismen erkennen und führten dazu, dass Politik wieder einen größeren Platz in meinem Leben einnimmt.

Auf der Suche nach einer politischen Heimat beginne ich nun wieder Parteiprogramme und Veröffentlichungen zu studieren, zu vergleichen …