Partitionen bearbeiten unter Windows – Gparted

gpartedGestern wurde ich durch eine Bekannte wieder einmal auf eine der vielen Unzulänglichkeiten des Betriebssystemes aus Redmond aufmerksam gemacht. Nur mit teurer Zusatzsoftware ist es in Windows möglich, die bei der Installation des Betriebssystemes vorgenommene Partitionierung der verbauten Festplatten zu verändern.

Ausgangspunkt war wie gesagt ein Rechner, der keine Updates usw. mehr installieren konnte, da das Systemlaufwerk zu voll sei. Ein kurzer Blick in die Geräteverwaltung zeigte, dass eine 500 GB HDD verbaut ist und diese Größe sollte bei dem eher sparsam verwendeten Rechner durchaus ausreichend sein. Blick 2 brachte dann haarsträubendes zum Vorschein: die Festplatte war in sage und schreibe 4 Partitionen zerhackt, wovon ausgerechnet der Systempartition lediglich 30 GB (von 500!) zugeordnet wurden! Der Tod auf Raten war vorhersehbar …

Eine Änderung der Partitionen war erforderlich. Platz gab es auf der Festplatte mehr als genug, nur eben nicht für „Laufwerk C:“. Auch wenn die o.a. 30 GB bei einer Neuinstallation von Windows 7 durchaus genügend Platz bieten, so ist dringend davon abzuraten, eine derartig kleine Partition für das System zu verwenden. Das hat einen ganz einfachen Grund: Microsofts Betriebssysteme installieren grundsätzlich alle Programme usw. in diese Partition, hinzu kommen die fälligen Updates usw. Schnell reicht der Platz für diese Installationen nicht mehr aus und der oben beschriebene Effekt tritt ein … (Natürlich gibt es andere Möglichkeiten der Installation, der Standard ist aber so wie beschrieben) Nebenher ist eine Aufteilung einer Festplatte in 4 Partitionen in den wenigsten Fällen sinnvoll …

Um nicht teure Zusatzsoftware verwenden zu müssen, hilft auch hier ein Ausflug in die Linuxwelt. Mit Hilfe des Gnome Partition Editor kann man Partitionen verändern, neu anlegen, verschieben, löschen – alles was das Herz begehrt. Eine Live-Version, also eine bootbare Linuxdistribution, kann von der Seite des Projektes Gparted heruntergeladen werden. CD brennen bzw. auf einen USB-Stick schieben (der muss allerdings auch bootfähig gemacht werden), vom Medium booten und die Partitionen können den eigenen Bedürfnissen angepasst werden …

Ach ja – ein wenig Zeit sollte man einplanen für die Verschiebungen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.