VDSL zu Hause und VPN

Schöne Werte!
Schöne Werte!

Bereits seit einiger Zeit wird ja VDSL großflächig beworben. Im Moment sind Geschwindigkeiten bis 100 MBit/s im Download im Angebot. Da mir mein bisheriger Anbieter (1&1) einen solchen Anschluß nicht zur Verfügung stellen kann, entschloss ich mich kurzfristig dazu, ein Angebot von Kabel Deutschland anzunehmen. Die Kollegen übernehmen für ein halbes Jahr die Gebühren des bisherigen Anbieters. Man kann gefahrlos wechseln – so das Versprechen.

Im Vorfeld musste am Haus ein entsprechender Anschluss montiert und Koaxialkabel in meine Wohnung gelegt werden. Beim ersten Montagetermin wurde die Arbeit nur halb erledigt (Koaxialkabel verlegt). Ich vermute der Kollege Monteur hat einen tiefen Respekt vor den Baulichkeiten gehabt oder schlicht und ergreifend nicht das richtige Werkzeug mitgeführt (um die Wände des Hauses aus der Gründerzeit zu „durchbrechen“ tut es ein Baumarktbohrer nicht, da muss schon was Längeres her. Lange Rede kurzer Sinn – am vergangenen Mittwoch wurde alles montiert, die Fritz!Box 6490 angeschlossen und es konnte los gehen.

Funktionierte soweit auch alles wunderbar: phänomenale Downloadgeschwindigkeiten, rasanter Aufbau diverser Webseiten – alles Bestens. Jetzt nur noch schnell VPN eingerichtet und testen … Aber genau das wollte partout nicht klappen. Zuerst dachte ich natürlich an einen Fehler meinerseits und habe einige Male den Client auf dem Smartphone eingerichtet, diverse Einstellungen getestet bzw. den von der Fritz!Box erzeugten Schlüssel (da kann man sich schnell verschreiben) mehrfach eingegeben – Pustekuchen! Mein Galaxy Note4 erhielt keine Antwort vom VPN-Server.

Am Wochenende war ich nicht zu Hause, hatte aber ein wenig Muße nach der Problemlösung zu recherchieren. Die Ursache war dann auch relativ schnell gefunden: Der VDSL-Anschluss wird bei Kabel Deutschland per Standard mit DSLite verwendet. An sich ok und für die meisten Anschlußinhaber sicher kein Problem, aber genau die Lite-Variante von DualStack (gleichzeitige Verwendung von IPv4 und IPv6 auf dem Router), verursacht in eingen Konstellationen Probleme, u.a. eben beim Aufbau von VPNs. Die Erklärung von DualStack, seinen beiden Varianten und bekannten oder möglichen Problemen findet ihr sehr gut im Elektonik-Kompendium erklärt.

Heute dann also ein Anruf bei Kabel, Schilderung der Situation, eine öffentliche IP-Adresse mit Hinweis auf die Notwendigkeit der VPN-Funktionalität erbeten. Der sehr freundliche und kompetente Mitarbeiter versprach Abhilfe innerhalb einer Stunde und bereits 5 Minuten später bootete die Fritz!Box neu. „Problem“ behoben und VPN-Zugriff funktioniert wieder.

Bisheriges Fazit: der Wechsel auf VDSL 100 ging problemlos und schnell vonstatten. Bisher macht auch der technische Support einen guten Eindruck. Ich kann Kabel Deutschland soweit erst einmal nur empfehlen!

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