Raspberry Pi mit Wachhund

RasprojektSeit ein paar Tagen habe ich das Problem, dass mein Raspberry Pi ab und an nicht erreichbar ist, weder über VPN noch im lokalen Netz. Nach einem Neustart steht das Gerät dann wieder zur Verfügung. Leider ist es etwas schwierig, den Raspberry neu zu starten, wenn man nicht vor Ort ist … Da auf der Himbeere meine ownCloud-Instanz läuft, ist dieses Problem schon etwas lästig. Eine genaue Ursache für diese Problem konnte ich noch nicht lokalisieren, vermute aber, dass es mit meinem erfolglosen Versuch zusammenhängt, einen USB-Stick als Datenträger am Raspberry Pi einzubinden. Eine genaue Analyse steht noch aus, als Interimslösung habe ich nunmehr einen Wachhund (watchdog) aktiviert und eingebunden, der meinen Kleinrechner neu startet, wenn Probleme auftreten …

 

Der beim Raspberry Pi Rev. B verwendete SoC (System-on-a-Chip) BCM2835 der Firma Broadcom verfügt über einen Hardware-Watchdog, der in der Lage ist, den Raspberry bei Problemen neu zu starten. Um diese Eigenschaft nutzen zu können, müssen das entsprechende Kernelmodul und der Daemon auf dem Gerät installiert werden.

  1. Laden des Kernelmodules, Eintrag desselben in die Konfigurationsdatei

    sudo modprobe bcm2708_wdog

    echo „“bcm2708_wdog“ | sudo tee -a  /etc/modules
    sudo apt-get install watchdog
  • Anpassung der Konfigurationsdatei des Daemons (Festlegung der Bedingungen des Resets)

    sudo vi /etc/watchdog.conf
    Aufruf der Konfigurationsdatei mit dem Editor vi

    Folgende Einträge müssen aktiviert werden (Raute am Zeilenanfang löschen)

    max-load-1= 24
    watchdog-device= /dev/watchdog

  • Um die Änderungen in der Konfiguration zu aktivieren (Neu)Start des Daemons:

    sudo /etc/init.d/watchdog start (bei erstmaligem Start) oder
    sudo /etc/init.d/watchdog restart (wenn der Daemon bereits aktiv war)

Unser Wachhund wird nun den Raspberry Pi neu starten, wenn die Auslastung innerhalb einer Minute 24% überschreitet.

 

 

3 Antworten auf „Raspberry Pi mit Wachhund“

  1. Das ist ja cool. Werde ich auf jeden Fall testen. Das Image und das Feature. Derzeit bin ich auch noch am Ausprobieren was Kontaktverwaltung/Kalender angeht…

    Eine Diskstation ist ebenfalls im Einsatz. Diese möchte ich aber nicht nach aussen freigeben. Auf der läuft derzeit ebenfalls ownCloud (u.a.).

    Auf dem Pi habe ich Baikal laufen. Wenn man nur mit Kontakten/Kalendern was machen mag, super. Kann ich nur empfehlen. http://baikal-server.com/

  2. Funktioniert sehr gut auf dem RasPi. Ich greife nur über VPN per IpSec zu.Da kann von freigeben nicht die Rede sein.
    Baikal kenne ich nicht, werde ich mir aber ansehen …

  3. Baikal hat von der Sache her keine Oberfläche wie ownCloud bzw. das vorhandenen Frontend wird nur zum Anlegen von Usern, Adressbüchern und Kalendern verwendet.
    Die eigentlich Benutzung erfolgt über entsprechende Clients. Als Datenschleuder/-cloud verwende ich noch pydio (ehemals ajaxplorer). Funktioniert auch gut. Oder man verwendet halt die Diskstation 😉 Diese habe ich mir hauptsächlich als interne Backuplösung angeschafft. Als out-of-the-box Lösung sozusagen. Aus dem Grund lagere ich ‚öffentliche‘ Services gern aus. Halt auf dem pi oder auch beim Provider. Kommt halt darauf an.

    Was den Pi angeht, läuft beim Schwiegervater ein pi als Musikschleuder. Der Klassiker halt. mpd + samba … usbmount…. und externe soundkarte… lighttpd mit dyn. Galerieskript für die Cover.

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