Sarah Wagenknecht und das Rentenpaket

Das groß angekündigte und viel medialen Tamtam verabschiedete „Rentenpaket“ der CDU/SPD-Koalition hat mächtig Staub aufgewirbelt in Deutschlands Medienlandschaft. Immer höher waren die „zu erwartenden“ Kosten, letzter Stand meines Wissens nach mehr als 200 Milliarden € bis zum Jahr 2030. Abgesehen davon dass für eine dringend notwendige Bankenrettung in Deutschland ganz andere Summen verbrannt werden erscheint die Summe am Ende doch recht übersichtlich im Rahmen des Bundeshaushaltes …

Sarah Wagenknecht – in meinen Augen eine der wenigen PoltikerInnen (Igitt Genderismus ;- ) , hier mMn aber angebracht) die den Namen ihrer Partei durchaus mit lebendigen politischen Positionen rechtfertigt – argumentiert auf ihrer Webseite gegen diesen medialen Aufschrei der arg gebeutelten deutschen Unternehmer und ihrer neoliberalen Gefolgschaft:
 
Die ganze Debatte ist an Zynismus und Verlogenheit kaum zu überbieten. Zunächst einmal kann nach normalem Sprachgebrauch eigentlich nur eine Größe »dramatisch einbrechen«, die zuvor ein einigermaßen hohes Niveau erreicht hat. Geflissentlich blieb in der lautstarken Debatte daher unerwähnt, wie viele Ältere aktuell in den bundesrepublikanischen Büros und Fabriken einem sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob nachgehen. Schaut man sich die Zahlen an, stellt man fest: Selbst unter den 60jährigen ist es gerade noch jeder dritte. Mit jedem Lebensjahr mehr geht der Anteil drastisch nach unten: Unter den 63jährigen gibt es noch ganze 15 Prozent Vollzeitbeschäftigte, unter den 64jährigen noch 11,4 Prozent. Bei den Frauen liegen die Werte noch niedriger. Das bedeutet: Selbst wenn alle 63jährigen sich von heute auf morgen in den Ruhestand verabschieden würden, beträfe das gerade 15 Prozent aller Menschen dieses Alters und würde die deutsche Wirtschaft kaum in den Ruin stürzen.

 

 

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