G7 und Flüssiggas (LNG) – Nachdenkseiten

Hört sich ja gut an, was man von der Sitzung der G7-Energieminister in Rom so hört: Europa will sich mittel- bis langfristig aus der Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen lösen. Wie realistisch ist aber ein solcher Plan? Welche Alternativen gibt es zu „russischen“ Gas? Und vor allem: wie sinnvoll ist ein solcher Plan aus ökonomischer Sicht? Hinzu kommt, dass 2 der sogenannten „Großen 7“ allergrößten Nutzen aus solchen Lieferungen ziehen würden, denn Kanada und die USA wären bei Umsetzung dieser Pläne Lieferanten des Gases …

Jens Berger widmet sich auf den Nachdenkseiten diesem Thema und zeigt viele Hintergründe und Zusammenhänge auf.

„Es ist erstaunlich, wie gering die ökonomische Vernunft bei den Vertretern der G7 ausgeprägt ist, wenn es um russische Gaslieferungen geht. Wer ein Abkommen unterschreibt, das mittelfristig eine Stärkung der LNG-Importe vorsieht, schwächt damit sein eigenes Land und handelt entgegen der eigenen Interessen. In wessen Interesse handeln die G7-Energieminister? Im Interesse von Exxon, Chevron und BP? Oder im Interesse ihrer Wähler?

Es passt da ins Bild, dass die Regierungen, deren Politik offenbar von den Interessen der Ölkonzerne beeinflusst wird, auch die Regierungen sind, die in der Ukraine besonders eifrig an der Eskalationsschraube drehen. Die Frage, ob es da womöglich einen Zusammenhang gibt, muss sich jeder Leser wohl für sich selbst beantworten.“

Hier findet ihr den ganzen Artikel

 

 

Backup auf Synology DS 211+

LogoBlogEs ist ja schon ein paar Tage her, dass ich meine Infrastruktur zu Hause grundlegend verändert habe. So ganz freiwillig war das nicht, wie ihr euch vielleicht erinnert. Heute hatte ich nun endlich die Zeit, meine „gestorbene“ Synology DS 211 + „wieder zu beleben“. Während der Datenkopie auf meinen dedizierten Server war mir eine Festplatte meines Synology-Systems gestorben …

An sich stellte ich mich heute auf eine Neuistallation der DS 211 + ein, aber ich wurde überrascht: obwohl ich die defekte erste Platte entfernt hatte, konnte ich die Diskstation 211+ problemlos mounten und per Webbrowser auf dieselbe zugreifen. Lediglich die Informationen des Volumes wurden als defekt bzw. abgestürzt moniert. Da ich die Daten bereits auf meinen HP Proliant geschoben hatte, waren die folgenden Schritte für mich ohne ängstlich zu sein relativ einfach zu realisieren:
  • Löschen des bestehenden Volumes
  • Erstellen eines neuen Volume1, dieses Mal nur mit einer Festplatte
  • Erzeugen eines neuen „gemeinsamen Verzeichnisses“ Backup
  • Setzen NFS-Rechte für den Server
  • Anpassung der Backup-Aufträge
  • Einstellung der WOL-Funktion der DS 211 + für den HP Proliant
Klingt viel, ist es aber am Ende gar nicht: lediglich einige notwendige Anpassungen der bestehenden Konfiguration …
Nebenbei wurde meine Synology Diskstaion noch „geupdated“. Ich interessiere mich inzwischen nicht mehr für die „Features“ des als „Firmware“ bezeichneten Betriebssystems der Diskstation von Synology. Nach Inbetriebnahme meines Servers und der Erkenntnis, dass die für mich relevanten Dienste (Musikstreaming, Fotoverwaltung und ownCloud mit den entsprechenden Synchronisationen) deutlich preiswerter auf deutlich performanterer Hardware realiserbar ist, hat meine Euphorie in Bezug auf vorkonfigurierte NAS-Systeme deutlich nachgelassen.
Nicht falsch verstehen – wenn man ein einfach zu konfigurierendes, relativ gesehen mit einem geringen Administrationsaufwand verbundenes, System benötigt, ist man bei Synology genau auf der richtigen Seite. Wenn es aber um Kostenbewusstsein, oder aber eben um ein schmales, persönliches Budget geht, dann gibt es deutlich günstigere Varianten, um den Traum von der „eigenen Wolke“ zu realiseren. Um mehr als „Cloud-Computing“ geht es in den vergangenen Monaten ohnehin nicht mehr: Zugriff auf auf relevante Dateien jederzeit und von überhall her, mit jedem Endgerät. Interessant aus Sicht des „geplagten“ ITlers ist inzwischen nur noch, welche Daten da plötzlich zu „überlebenswichtigen Daten“ mutieren.
Liebe Nutzer! Dem EDVer ist die Bedeutung solcher Endungen wie „mp3“, „jpg“ oder „bmp“ (die ist besonders eklig), durchaus bekannt. Eine MP3-Datei plötzlich als überlebensrelevant für die Firma zu definieren ist einfach nur lächerlich. Natürlich schaut sich der Sysadmin den Inhalt von – zu Recht blockierten – zip-Dateien an. Das verstösst nicht einmal gegen das deutsche „Datenschutzgesetz“ …
Ganz ehrlich: an sich gehöre ich zur eher liberalen Fraktion der IT-Sicherheit. Allerdings lass ich mich auch nicht gern veräppeln …
Interessant was manchmal so die Tastatur „verlässt“, wenn man nicht ganz beim Thema bleibt. Aber irgendwie gehört es dann doch wieder zum Thema …
Okay Leute, ich hatte einen nicht ganz so einfachen Tag. Manchmal gehen mir dümmliche Begründungen und Vertuschungsversuche einfach nur mächtig auf den Senkel und heute musste ich mir da gleich mehrfach anhören …
Mea culpa – am Ende bleibt stehen was ich anfänglich schrieb:
  • die Synology ging erfreulich unkompliziert mit dem „Absturz des Volumes 1“ um
  • die „Umkonfiguration“ meiner Backup-Aufträge war ohne Probleme möglich
  • Handling der DS per Webschnittstelle ist wunderbar einfach zu machen
Primär ist meine Ablehnung der Synology Diskstation als Server auf die unterirdische Hardware zurückzuführen, sekundär stehen „ideologische Probleme“ zur Debatte – ein Linux (nichts anderes ist der DSM) das derartig abgeschottet wird, hat mit dem Gedanken von „freier“ Software nichts mehr zu tun. Der Gedanke liegt nahe, dass vom taiwanesischen Hersteller, ein Linux lediglich aus pekunären Gründen gewählt wurde.