Ukraine XIV – Mord in Odessa

Was muss eigentlich noch geschehen? Faschisten ermorden in Odessa 46 Menschen. „Antiterrorkräfte“ schiessen sich in der Ostukraine den Weg frei gegen unbewaffnete Zivilisten. Die Bundesverteigungsministerin gibt zu, dass die „Militärbeobachter“ Aufklärung in der Ostukraine betrieben haben, man könnte es auch „Spionage“ nennen. Die perfide Begründung: die „Diplomatie“ müsse wissen, über welches militärische Potential die als Separatisten bezeichneten Ostukrainer verfügen. Wozu muss die „Diplomatie“ das wissen? Für militärische Planungen oder um den Umfang diplomatischer Missionen bestimmen zu können?

Obwohl durchaus bekannt, wer in Odessa wen umgebracht hat – in Deutschland wird von einer „Brandkatastrophe“ gesprochen, als ob dort nicht Molotowcocktails geworfen worden wären, als ob nicht Menschen die vor den Flammen und dem Rauch geflüchtet sind, vom faschistischen Mob zusammengeschlagen und zum Teil erschlagen wurden. Es ist überraschend, dass die Teilnehmer einer „friedlichen Demonstartion von Anhängern der Kiewer Regierung“ so aus dem Nichts über Benzin, leere Flaschen und diverse andere Zutaten verfügen, um bei Bedarf ihre Brandbomben basteln zu können …
Die „junge welt“ veröffentlich in ihrer heutigen Ausgabe u.a. die Stellungnahme einer linken ukrainischen Gruppe zu den Vorgängen.