Montagsdemos

Zu meiner Äußerung im letzten Beitrag bezogen auf die „Montagsdemos“, halte ich nach einiger Recherche eine Korrektur für angebracht: ein Herr Elsässer als Unterstützer und Redner auf der Demo in Berlin oder die „Fed“ – also die amerikanische Federal Reserve – als Ursache allen Übels in dieser Welt festzumachen, weicht erheblich von meinen weltanschaulichen Positionen ab. Insbesondere Herr Elsässer stösst mir da sauer auf. Er hat es immerhin geschafft, dass ich mir einmal ein Exemplar seiner Zeitschrift käuflich erwarb, allerdings nur um festzustellen, dass ich nunmehr das zweite Mal eine für mich unfassbare Wandlung von „links nach rechts“ erleben durfte.

Der Liedermacher Konstatin Wecker veröffentlichte letzte Woche im Fratzenbuch ein Statement zum Thema – in Ermangelung eines Accounts beim Datenkraken verweise ich auch die „Junge Welt“ von morgen (wie schon mal erwähnt habe ich ein Online-Abo dieser Zeitung). Und für diejenigen, die weder Account noch Abo besitzen, hier der Wortlaut:
Quelle: Musicheadquarter.de
Quelle: Musicheadquarter.de

Was wir zur Zeit in Teilen der Medien erleben, macht mir angst. Das ist Kriegspropaganda – während die Entwicklungen rund um die Ukraine bedrohliche Schritte zur Eskalation sind. Jetzt verstärkt die NATO ihre Präsenz in Osteuropa. Die Bundesregierung macht natürlich wieder mit und schickt Kampfjets: Wenn wir irgendwann eine machtvolle Friedensbewegung gebraucht haben, dann genau jetzt!

 
Leider scheint die taz aber Recht zu haben, daß sich in der Friedensbewegung mitunter Menschen mit Gesinnungen breitmachen, gegen die ich mich mein Leben lang ausgesprochen habe. Das gilt selbstverständlich nicht für alle, die jetzt auf die Straße gehen. Im Gegenteil: Es ist völlig richtig, wir müssen jetzt raus auf die Straße und den Militaristen klarmachen, daß wir keinen neuen Krieg wollen!
Aber anscheinend muß ich auch immer wieder klarstellen: Ich will mit Nationalisten (»an allem ist Amerika schuld, Deutschland ist das Opfer…«) und Antisemiten (»an allem sind die Rothschilds schuld, die neuerdings Federal Reserve Bank heißen…«) keine, auch keine einzige Sache gemeinsam haben und machen.
 
Was Verschwörungstheorien angeht, sage ich: Seit Edward Snowden muß jeder wissen, daß die Geheimdienste komplett aus dem Ruder gelaufen sind. Und die Verstrickungen des Verfassungsschutzes in die Morde der NSU sind offensichtlich. Ich bin da also keineswegs naiv, und es sollte meines Erachtens auch erlaubt sein, zum 11. September kritische Fragen zu stellen. Aber dieses Geschichtsbild, wonach eine winzige Geheimgesellschaft sei t Jahrhunderten alles plant und lenkt, wo es keine Widersprüche mehr gibt, sondern nur noch einen großen, geheimen Masterplan, bei dem am Ende auch noch die Schuld am Hitlerfaschismus plötzlich nicht mehr bei Deutschen, sondern bei amerikanischen und vor allem: jüdischen Illuminaten zu liegen kommt – das ist mir alles zu abgedreht und zuwider, und das ist Geschichtsklitterung von rechts, egal wie angeblich antikapitalistisch das daherkommt.
 
Und ja – ich hab’s von vielen schon gehört und bin gewarnt worden: Die Montagsdemos werden unterwandert. Damit sage ich nicht, daß alle, die sich dort engagieren, Nazis seien, Rechtspopulisten oder Verschwörungstheoretiker. Aber man muß aufpassen. Und ich habe hier auf meiner FB-Seite kürzlich erlebt, wie ein Shitstorm aus dieser Ecke aussieht. Da dringen dann 50, 60 Profile in eine Diskussion ein wie eine Horde Naziskinheads, beschimpfen und diffamieren alle, die ihnen widersprechen, liken sich gegenseitig und spielen sich die Bälle zu – und das sind erkennbar organisierte Manöver! Und kurz kam ich auf den schrecklichen Gedanken, ob das alles nicht vielleicht ein gesteuerter Vorgang gewisser Kreise sein könnte, denen schon immer Pazifismus und die Friedensbewegung ein Dorn im Auge waren? Ist das ein erneuter Versuch, uns zu spalten – wie seinerzeit Joschka Fischers infamer Schachzug: »Nie wieder Ausschwitz« beim Jugoslawien-Krieg, der die Friedensbewegung regelrecht zerfetzt hat? (…) 
 
Es ist klar: wir müssen auf die Straße, für den Frieden! Aber laßt uns besser genau hinschauen, wer da alles mit welchen Parolen mitrennt. Für eine machtvolle Friedensbewegung ohne Antisemitismus!
 
Ende des Zitats.
Zur Erinnerung: „Willy“ von Konstatin Wecker
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=lOvBInxQ1oo]

 

 

Medienkrieg – nicht nur um die Ukraine

Ich bin Antisemit.

Und antiamerikanisch.

Außerdem werde ich aus Moskau ferngesteuert.

Putin persönlich erteilt jeden Morgen um 06.00 Uhr Moskauer Zeit die Befehle.

Rechnet mal nach was das nach MESZ bedeutet!

Erschwerend kommt hinzu, dass die Befehlserteilung über Langwelle erfolgt – ständiges Empfangsrauschen inklusive.

Ich sympathisiere mit den „Nazis“ von den Montagsdemos.  Warum ich diesen Satz gestrichen habe, könnt ihr im folgenden Beitrag nachlesen …

Mehr Sünden fallen mir im Moment nicht ein …

So in etwa werden in der deutschen Hofberichterstattung die Menschen dargestellt, die sich u.a. zu den Auseinandersetzungen in der Ukraine einen kühlen Kopf bewahrt haben und nicht vollautomatisiert die „Argumente“ wiedergeben, die in einem wahren Propagandadauerfeuer auf sie niederprasseln. Reaktionen darauf sind Ratlosigkeit in den Redaktionen der Mainstream-Medien, aber genauso Beschimpfung der kritischen Hörer, Leser bzw. Zuschauer. Besonders schön hat das ein gewisser Sebastian Fischer bei „Spiegel online“ getan. Der Beitrag ist lesenswert, aber nicht wegen seiner Argumente, sondern weil sich die „transatlantischen“ Propagandisten mit solchen Artikeln und Beiträgen selbst entlarven.

Warum fällt es uns Deutschen eigentlich so schwer, Konflikte auf erwachsene Art zu lösen? Sie in all ihren Facetten zu beleuchten und nicht ins Schwarzweißmuster zu verfallen?

schreibt Herr Fischer in seiner „Meinungsäußerung“ und ihm ist nicht einmal klar, dass es genau dieses „Schwarzweißmuster“ ist, was die Leute auf die Barrikade treibt. Die endlose Aneinanderreihung von Plattheiten entlarven die Propaganda und das beleidigt den Intellekt vieler Menschen in Deutschland. Das aber sein Beitrag geradezu ein Beispiel par excellence für die von ihm kritisierte Schwarzweissmalerei ist, kommt ihm nicht einmal in den Sinn.

Gipfel der Dummheit ist momentan der von der größten deutschen Tageszeitung losgetretene „Konflikt“ um die „russischen Panzer im Herzen Berlins“. Schön das ein Hubertus Knabe sich mit dieser „Initiative“ solidarisiert – besser konnte er sich nicht selbst entlarven, der Demokrat und Kämpfer für die Menschenrechte …

IT-News und in eigener Sache

LogoBlogIst nun doch schon eine Woche her, dass ich mich hier gemeldet habe. Gab ein paar kleine persönliche und berufliche Dinge, die etwas mehr als üblich meine Zeit in Anspruch nahmen. Nebenher hatte ich aber auch nicht die rechte Lust mich hier im Blog zu äussern – kommt selten vor, aber manchmal eben doch …

Heute aus dem langen Wochenende zurück und „frisch“ motiviert erwarteten mich wieder einige kleine Querelen auf den Servern. Das ist nicht unnormal aber ab und an ein wenig nervig. Um meine „private IT“ konnte ich mich nur am Rande kümmern. So läuft die Synology DS 211+ immer noch nicht wieder, Backup wird immer noch auf die kleine DS 110j geschoben. Das allerdings läuft zuverlässig und auch das skript- bzw. zeitgesteuerte Starten und Herunterfahren meines Servers funktioniert sauber. Der als Medienzentrum eingesetzte Plex gefällt mir immer besser: einfache Einrichtung, kaum Konfigurationsaufwand und auch per Handy-App einfach und intuitiv zu steuern.
Auch ownCloud funktioniert sicher und vor allem performant – lokal sowieso ob der 1GBit-Anbindung, aber auch über VPN gibt es absolut keinen Grund zur Klage. Ich verweise hier noch einmal auf den Artikel zum Abschalten der in den meisten Fällen wohl vollständig überflüssigen „Preview“-Funktion in ownCloud 6, die wohl auch in anderen Umgebungen im eingeschalteten Zustand ein wahrer Performancekiller sein wird. Wenn man nicht unbedingt eine Vorschau auf seine PDF, MP3 (hier ja die Cover) oder sonstigen Dateinen braucht sorgt das Abschalten für einen wahren Geschwindigkeitssprung. Alle „Tuningtipps“ für ownCloud findet ihr auch in einem PDF-Dokument unter den Downloads hier auf der Seite.
Eine kleine Änderung gab es über die Osterfeiertag dann doch: am vergangenen Donnerstag wurde WordPress 3.9 veröffentlicht. In erster Linie wurden der interne Editor verbessert, Kopien aus z.B. MS-Word sollen weniger Formatierungsprobleme mit sich bringen und auch der Grafikeditor wurde verbessert bzw. um einige Funktionen erweitert. Da ich im allgemeinen mit externen Editoren arbeite (und auch seit einer Woche keine Beiträge geschrieben habe), konnte ich diese Funktionen allerdings noch nicht austesten.