ownCloud 6 – Performance und mit DSM 5

Nach dem Wochenende konnte ich nun auch den Zugriff auf meine ownCloud-Instanz per VPN testen. Das Abschalten der Voransichten brachte auch hier die erhoffte Performancesteigerung. Gemeinsam haben die neue Hardware und die vorgenommenen Einstellungen die Zugriffsgeschwindigkeit derartig gesteigert, dass kein merklicher Unterschied mehr zwischen der Arbeit im lokalen Netz und dem Remotezugriff besteht. Der von mir an sich nicht verwendete Webdav-Zugriff erreicht ebenfalls hervorragende Zugriffswerte.

 
Nach diesen Tests habe ich nunmehr auch die zum Download bereit gestellten Dateien aktualisiert:
  1. Das Dokument zur Installation auf der Synology Diskstation beschreibt nunmehr die Schritte bei Verwendung des Webinstallers von ownCloud. Das Dokument welches die Installation des Paketes der Synocommunity beschreibt, habe ich entfernt.
  2. Das Dokument zum „pimpen“ der ownCloud-Installation wurde ebenfalls neu überarbeitet. Ich habe den Weg zum Abschalten der „Previews“ aufgenommen und Teile zum Cachen und die Einbindung der phpinfo überarbeitet.
Solltet ihr diese Dokumente bereits einmal heruntergeladen haben, empfehle ich ein Download der aktualisierten Versionen. Per Menu oder über Auswahl in der rechten Sidebar kommt ihr zum Downloadbereich …

 

 

Musik in jedem Raum – Sonos

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Bereits seit längerer Zeit denke ich darüber nach, wie ich in jedem den Räumen meiner Wohnung sowohl auf meine Musiksammlung auf dem NAS zugreifen, als auch Radio hören kann. Natürlich alles kabellos. Es gibt für solche System diverse Anbieter. Einer war mir schon länger ins Auge gefallen – Sonos. Einerseits wegen der vergleichsweise geringen Preise und andererseits wegen der guten Kritiken, die die Systeme allerorten bekamen …

 
Kurz vor Weihnachten gab es dann bei einem Onlinehändler ein Sonderangebot: eine Bridge und den kleinsten der verfügbaren Lautsprecher Streamingclients für etwa 25% weniger, als den Listenpreis. Ich bestellte und die Lieferung kam wunderbar schnell an, allerdings hatte ich zu dem Zeitpunkt anderes zu tun und die Geräte gerieten in Vergessenheit … Vergangene Woche fielen sie mir wieder in die Hände und heute ging ich an die Installation.
 
Das Ergebnis hat mich sehr überrascht: Installation ein Kinderspiel (ein paar Kenntnisse über das Netzwerk sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich), Qualität der übertragenen Musik sehr gut. Die Steuerung der Geräte erfolgt über eine sehr gute Android-App (steht auch für iPhone zur Verfügung). Es gibt allerdings auch einen zusätzlichen Controller, den man allerdings zusätzlich erwerben muss.
 
Die Einbindung von Radiosendern funktionierte sofort, für den Zugriff auf die Audiodateien des NAS war die Installation eines Clients auf einem Windowsrechner erforderlich, um die entsprechende Netzwerkadresse eintragen zu können. Nach dem Einlesen der Musiksammlung vom NAS, war auch dieser Zugriff kein Problem. Zusätzlich können Konten von Streamingdiensten eingebunden werden …
 
Einige kleine zusätzliche Funktionen wie eine Weckfunktion oder die Möglichkeit 2 Geräte zu einem „Stereopaar“ zu kombinieren runden das Paket ab. Die ganze Sache hat mich so überzeugt, dass ich sofort ein weiteres Gerät bestellt habe …
 
Produktinformationen findet ihr auf der Homepage des Herstellers 

 

 

Tipp – Pimp my owncloud

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Seit einer guten Woche setze ich ownCloud 6 ja auf einem dedizierten Server mit Debian 7 ein. Der Umstieg auf die potentere Hardware meines HP Proliant Microservers hat sich wirlich gelohnt. Allerdings trat immer wieder mal ein Problem auf, dass mich sehr genervt hat: sobald man über das Webfrontend auf ein Datenverzeichnis mit vielen und eventuell auch großen Datei zugriff, brauchte das System eine gefühlte Ewigkeit, bis es wieder für Eingaben bereit war. In meinem konkreten Fall liegen 2 Drittel des gesamten Datenbestandes in einem Verzeichnis, dass inzwischen die stolze Größe von 1,5 GB erreicht hat. Eigentlich ist das aber nicht allzu viel. Ich denke es gibt weitaus größere Installationen in der „freien Wildbahn“.

Wegen dieses lästigen Verhaltens bin ich nun auf Ursachenforschung gegangen, denn die Freude an meinem System litt erheblich unter diesen „Aussetzern“. Ein wenig Stöbern im sehr guten Administrationshandbuch, brachte mich schließlich auf die richtige Fährte: eines der neuesten „Features“ von ownCloud, ist das Anzeigen von Voransichten der gespeicherten Dateien über das Webfrontend. Ist nun die Zahl der Dateien sehr groß und haben sie auch noch eine gewisse Größe, dauert die Erstellung dieser „Voransichten“ eine ganze Zeit. Diese „Previews“ sind vorgesehen für Bilder, Videos, MP3-Cover, Officedateien, PDF, SVG und Textdateien – also praktisch für alle Dateien die man so in seiner Wolke ablegen will …
 
Zum Glück lässt sich diese „Feature“ auch abschalten: Im Verzeichnis …/owncloud/config befindet sich die Datei config.php. In dieser Datei werden die grundsätzlichen Konfigurationen euer ownCloud-Instanz hinterlegt und hier kann man auch dieses leidige „Feature“ Preview abschalten. Datei öffnen mit dem Editor eurer Wahl und die Sache ausschalten: ‚enable_previews‘ => false, (Hochkomma am Anfang und Komma am Ende nicht vergessen). Datei speichern, fertig. Der Zugriff auf meine großen Verzeichnisse funktioniert in einer ordentlichen Geschwindigkeit …
 
Manchmal frage ich mich, was die Programmiere bei so etwas „reitet“. Es mag sein, dass an der einen oder anderen Stelle eine solche Funktion ihren Nutzen hat, aber grundsätzlich einen solchen „Performancekiller“ einzuschalten und das Abschalten lediglich per Schalter in einer Datei zu ermöglichen – ganz schlecht für die „Usability“. Ich würde es begrüßen, wenn solche „Features“ einfach im Webfrontent per Auswahlbox ein- oder ausgeschaltet werden könnten. Am Besten noch mit einem entsprechenden Hinweis für den Administrator versehen …
 
Lob will ich aber auch noch spenden: die Dokumentation ist hervorragend und so findet man im Administrationshandbuch dann doch die erforderlichen Hinweise.