Literaturtipp – „Die Mongoliade“ Erster Band

EInband von Amazon.de
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Seitdem ich seine „Barock-Trilogie“ gelesen habe, bin ich ein Fan des amerikanischen Autors Neal Stephenson. Nunmehr stiess ich auf ein weiteres Buch, dass er dieses Mal mit anderen Autoren gemeinsam schrieb – eben „Die Mongoliade“. Interessant in diesme Zusammenhang auch die Art und Weise der (ursprünglichen) Veröffentlichung: über seine E-Publishing-Plattform Subutai wurde das Buch „interaktiv“ durch Stephenson und ein Autorenteam geschrieben. Inzwischen ist der erste Band der „Mongoliade“ auch in deutsch als E-Book und Taschenbuch bei Amazon erschienen. Die ersten Kapitel habe ich regelrecht verschlungen und komme nicht umhin, eine Empfehlung auszusprechen.

 
Die Handlung beschäftigt sich mit einem fast vergessenen Teil europäischer Geschichte, der drohenden Mongoleninvasion. 1241 waren die Mongolen bis nach Schlesien und Ungarn vorgedrungen, hatten die Heere der Ungarn und ein vereinigtes Heer des schlesischen Herzogs und der Tempel- sowie Deutschritter geschlagen, waren in Böhmen und Mähren eingefallen und verwüsteten weite Landstriche. Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen war in Italien gebunden, so dass den Mongolen an sich kein ebenbürtiger Gegner mehr gegenüberstand. Es drohte die Zerschlagung der einzelnen Fürstentümer wie es bereits in Russland geschehen war. Wider Erwarten zogen die Mongolen aber gegen Ende des Jahres 1241 ab, ohne in Mitteleuropa weiter vorzudringen. Hier setzt unsere Geschichte an:
 

Eine kleine Gruppe von Kriegern und Mystikern greift zu ihren Schwertern, um Europa vor einer blutrünstigen Mongoleninvasion zu retten. Unter der Führung des Ältesten eines Ordens von Mönchskriegern begeben sie sich auf eine gefährliche Reise und stoßen auf Rätsel um verborgenes Wissen und Auseinandersetzungen zwischen mächtigen Geheimbünden, die seit Jahrtausenden die Geschehnisse der Welt maßgeblich beeinflussen.Auf Umwegen erreicht die Saga jedoch auch die moderne Welt: Ende des 19. Jahrhunderts kommt Sir Richard F. Burton, ein Experte für Fremdsprachen und historische Fechtkunst, in Kontakt mit einer geheimnisvollen Gruppe englischer Kampfsportkenner, die eine Sammlung lange verschollen gewesener Schriften übersetzen wollen. Burton stirbt, bevor er seine Arbeit beenden kann, und seine bis dahin vorliegenden Übersetzungen galten als verloren, bis sie unlängst von einigen Hobbyarchäologen in den Ruinen einer Villa im italienischen Triest entdeckt wurden. Aus dieser Sammlung alter Dokumente wurde die unglaubliche Geschichte der Mongoliade rekonstruiert. (Produktbeschreibung von Amazon.de)

 
So sehr mystisch und märchenhaft wie die Handlung des Buches hier beschrieben wird, ist es dann am Ende nicht. Stephenson vermittelt wieder eine Unmenge an historischen Fakten auf eine ausgesprochen spannende Art und Weise. Geschichte wird dem interessierten Leser nahe gebracht, nicht mehr und nicht weniger …

 

 

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