Geschichte gegen den Mainstream

  • „Immer doch schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten; Dem Erschlagenen entstellt der Sieger die Züge, aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge.“
    Berthold Brecht
 
Wir haben uns daran gewöhnt, die Geschichte der Sowjetunion insbesondere die Jahre zwischen 1925 bis 1953, in einem düsteren Licht zu sehen. Für viele Menschen sind diese Jahre vor allem geprägt von der Auseinandersetzung zweier blutrünstiger Diktaturen, von denen für andere auch noch die falsche im II. Weltkrieg unterlag. Selbst in der linken Gedankenwelt zählt diese als „Stalinismus“ bezeichnete Epoche der kommunistischen Bewegung zu den schwärzesten Kapiteln des Marxismus. Willkür, Mord, Brutalität prägten angeblich vor allem in den 30er Jahren das Leben in der jungen UdSSR. Es brauchte eine Gestalt wie Chrustschow um die Deformationen aufzuzeigen und teilweise zu beheben; erst ein Gorbatschow schaffte es aber, Russland zu Demokratie und Freiheit zu führen …
 
Die Schriften von Kurt Gossweiler und anderen brachten dieses auch bei mir verfestigte Weltbild erheblich ins Wanken. Na ja den Teil mit Gorbatschow habe ich durchaus immer anders gesehen und der Lobhudelei auf die „Lichtgestalt“ Jelzin brachte ich schon immer eine gehörige Portion Skepsis entgegen.
 
Um so notwendiger scheint aber eine ernsthafte, wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Zeit und den agierenden Personen zu sein. Einen solchen Versuch unternimmt Dr. Klaus  Hesse. Der Autor machte mich per Mail auf seine Bücher „Zur Geschichte der UdSSR und der KPdSU“ aufmerksam. Ein erstes Überfliegen, beginnende Lektüre und Recherchen im Netz überzeugen mich soweit, dass ich den geschichtsinteressierten Lesern dieses Blogs diese Lektüre empfehlen möchte …
 
Die ersten 3 Bücher, „Von den Anfängen bis 1941“  können unter folgenden Links bezogen werden:
 
 
 
Wer mit ‚fertigen’ Antworten auf die Suche nach der Wahrheit geht,
wird nichts finden, was des Nachdenkens wert ist.
Wer sich an belegbare Tatsachen hält, stößt auf immer neue Fragen.
Vielleicht kann so etwas besser verstanden werden,
warum die Vergangenheit anders war, als die Gegenwart zu sein scheint,
warum Menschen damals etwas taten,
was heute als unverständlich dargestellt wird.
Vielleicht reifen so Fragen
nach der eigenen Verantwortung.
Dr. Klaus Hesse

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