ownCloud – Update Server und Client

owncloud.jpegIm Thema Raspberry Pi Teil II habe ich ja bereits darauf aufmerksam gemacht: heute wurde Version 5.0.11 des ownCloud-Servers veröffentlicht. Der „reine“ Webmin des Raspberry Pi hat das Update automatisch gefunden und nach Bestätigung sauber installiert. Der scheinbar an die Diskstation angepasste Webmin auf meiner DS 211+ ist noch nicht so weit. Aktualität schein ein weiteres Argument zu sein, was für den Raspberry Pi als Heimat meiner ownCloud-Instanz spricht.

Version 5.0.11 scheint ein „normales“ Wartungsrelease von ownCloud zu sein. Die Changelog nennt wieder eine Menge Punkte die geändert/verbessert wurden. Schwerpunkt vorrangig Quotas, LDAP und „diverse Verbesserungen“ am der Kalender-App.

Bereits gestern kam eine neue Version des Clients, wahrscheinlich reines Bugfixing, da sich bisher nichts Näheres darüber im Netz finden lässt. Bei mir funktionierte auch Version 1.4.0 tadellos. Weder im lokalen Netz noch beim Zugriff per OpenVPN über das Internet traten irgendwelche Probleme auf … 

Raspberry Pi Teil II – Installation von Webmin

RasprojektWie bereits berichtet, läuft seit ca. 1 Woche bei mir zu Hause auf dem Raspberry Pi eine ownCloud-Instanz. Nach den entsprechenden Anpassungen (Deaktivierung nicht benötigter Apps und Änderung des Cron-Jobs) läuft die Himbeere bisher sehr stabil und hat auch meine diversen „Spielereien“ gut überstanden. Der kleine Kerl steht sicher und trocken in meinem „Serverraum“ (=Wohnzimmer). Nach der Installation des Systems habe ich ihn jeglicher Kabel beraubt, die nicht unbedingt notwendig für den Betrieb sind – also ausschließlich Netzwerk- und Stromversorkung sind angeschlossen. Der Zugriff erfolgt per Putty über eine SSL-Verbindung.

Putty ist ja ein geniales Werkzeug für den Remotezugriff auf Computer und per Konsole kann auf dem Raspberry Pi nach Kräften „gehackt“ werden. Tatsächlich bequem und effizient ist die Arbeit per Konsole aber nicht immer. Ein hervorragendes Tool zur Remoteverwaltung eines Rechners ist das Programm Webmin. Dabei handelt es sich um ein in Perl geschriebenes Programm, mit dessen Hilfe man per Browser administrative Aufgaben erledigen kann. Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Homepage des Projektes.
 
Das Paket befindet sich in den Quellen von Debian 7.1, also auch im angepassten Betriebssystem Raspbian, welches auf dem Raspberry Pi seinen Dienst versieht. Mit folgenden Schritten wird Webmin installiert:
  1. Update der Paketquellen
    sudo apt-get update
  2. Installation benötigter zusätzlicher Pakete
    sudo apt-get install perl libnet-ssleay-perl openssl libauthen-pam-perl libpam-runtime libio-pty-perl python libapt-pkg-perl apt-show-versions
    Perl, Openssl und Python sind im von mir verwendeten Image von Aditya Patawari bereits enthalten und nur der Vollständigkeit halber aufgeführt
  3. Download und Installation der aktuellen Version von Webmin von sourceforge.net
    sudo wget http://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin_1.650_all.deb
    sudo dpkg – -install webmin_1.650_all.deb
  4. Nach erfolgter Installation, Aufruf der Webseite
    https://Server_IP:10000
Nach der Anmeldung öffnet sich erst einmal der „Statusmonitor“ unseres Werkzeuges:
 
 
Sehr übersichtlich werden hier alle relevanten Informationen unseres Systems dargestellt. Alle Einzelheiten Webmins möchte ich hier nicht erläutern, die Oberfläche ist selbsterklärend und intuitiv bedienbar …
Ein Punkt noch: auch die Updateverwaltung ist integriert und zeigt sehr schön die aktuellen Updates des Systems.
 
 
Unter anderem wurde hier auch die aktuelle Version von ownCloud 5.0.11 angezeigt. Die Updates funktionierten ganz einfach per Klick und auf dem Raspberry Pi läuft die heute erschienene Version von ownCloud …
 
Klare Empfehlung von mir für Webmin als komfortables Werkzeug zur Remoteverwaltung nicht nur des Raspberry Pi!