Kanotix vs. Kubuntu

kanotix-logo-150x150Die Umstellung meiner Rechner von Kubuntu zu Kanotix (bzw. ein Rechner zum Suse Linux Enterprise Desktop 11 von Novell) ist abgeschlossen. Gestern Abend habe ich den letzten Rechner in meiner „Verfügungsgewalt “ – der im Kinderzimmer – umgestellt. Im Großen und Ganzen ging das alles schmerz- und reibungslos, vor allem weil ich System- und Homepartition auf den wichtigen Rechnern bereits seit Jahren getrennt halte. Eigentlich hatte ich gar nicht vor diesen letzten PC umzustellen, aber ein missglücktes Upgrade auf Kubuntu 13.04 erleichterte die Entscheidung ungemein. Nach dem Upgrade startete KDE nicht mehr richtig (D-Bus Fehler wurde gemeldet), der Midnight Commander erzählte was von geänderten Pfaden und meine Bereitschaft nunmehr stundenlang Probleme zu wälzen, hielt sich in uberschaubare Grenzen. Auf dem PC befanden sich ohnehin keine relevanten Daten und die Ausrüstung mit einer größeren Festplatte war auch schon länger vorgesehen.

Die alte 250GB IDE-Festplatte (die dient mir schon 10 Jahre und meldete mir seit ca. 3 Monaten defekte Sektoren) wurde durch eine 750GB SATA-HDD ersetzt und auf dieses jungfräuliche System installierte ich Kanotix. Alles verlief reibungslos und ohne größere Komplikationen, selbst das Problem mit dem Flash-Plugin im Iceweasel trat nicht auf. Wird wohl an meiner vorhandenen Installation auf den anderen Rechnern gelegen haben. Die Nachinstallation der von mir favorisierten Programme war dann schon wieder nur Routine …

Für mich geht damit eine Ära zu Ende. Mit Kubuntu habe ich den Absprung von Windows geschafft und erste Grundlagen von Linux erlernt, ja mehr noch – ich habe über Kubuntu einen Faible für freie Software und die ganze ‚ix-Welt entwickelt. Beruflich hat es mich vorangebracht (Serversysteme unter Linux gehören inzwischen zu meinem Alltag) und die vielen „Selbstversuche“ für die LPI-Zertifizierung musste ein Kubuntu-Rechner über sich ergehen lassen.

Ich finde bedauerlich das Canonical den nunmehr gewählten Weg eingeschlagen hat (insbesondere die Entwicklung eines eigenen vom Rest der Linux-Welt abgeschotteten X-Servers meine ich damit) und ziehe an dieser Stelle die Reißleine. Bye, bye Kubuntu!

 

Kommentar verfassen