Musiktipp – von Poesie bis Pathos

Ich bin ein bekennender Fan deutscher Rockmusik. Geschmacklich bin ich da wenig festgelegt – die Musik muss mir gefallen, die Texte mich ansprechen. Neben Udo Lindenberg, Klaus Lage, den Ärzten und den Toten Hosen lausche ich auch mit Andacht den verfemten Titeln der Böhsen Onkelz. Die Bandbreite ist groß und neben dem eher kraftvollen und „erdigen“ Texten o.a. Interpreten und Bands gehören auch Rockpoeten wie Heinz-Rudolf Kunze zum Repertoire meiner immer wieder gern gehörten Musik. Auf Grund meiner ostdeutschen Sozialisation sind Bands wie Silly, Karat, Puhdys, Pankow und City (die stehen ganz weit vorn auf meiner Liste!) natürlich nicht weg zu denken.

Gestern Abend, auf der verzweifelten Suche nach etwas Abwechslung im eintönigen Brei der deutschen Fernsehlandschaft, landete ich bei „Inas Nacht“ in der ARD und mittenhinein in den Auftritt von Johannes Oerding, der seinen Titel „Nichts geht mehr“ im Duett mit Gastgeberin Ina Müller zum Besten gab … und es hat mich glatt vom Hocker gehauen! Heute dann bei Amazon gesucht und tatsächlich fündig geworden: Oerdings Album „Für immer ab jetzt“ kann man als eine der Neuvorstellungen der Woche dieses Wochenende für lediglich 5 € als MP3-Download käuflich erwerben.

Wer es etwas rockiger und pathetischer mag, dem seien die beiden Ex-Rapper von „Haudegen“ empfohlen. Ich stiess zufällig auf ihr Debutalbum „Schlicht & Ergreifend“ und auch hier bin ich total begeistert. Es hat mir so gut gefallen, dass jetzt auch ihr aktuelles Album „En garde“ (September 2012 erschienen) zu meiner Sammlung gehört. Hier geht es deutlich rockiger und geradliniger zu, aber Text und Musik sind von solcher Kraft, dass sie mich sofort gefesselt haben.

Beide Alben – wenn auch von Musikkonzept und Sprache sehr unterschiedlich – erhalten eine klare Kaufempfehlung von mir!

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