Hello, Miss Sophie!

Ja jetzt ist sie da die englische Schönheit! Lange habe ich gezögert und hin- und herüberlegt. Trotzdem war es Liebe auf den ersten Blick, lange schon ist ihr Konterfei auf meinem Firmenrechner als Hintergrundbild gespeichert. Die Trennung von der alten Liebe musste erst realisiert werden, möglichst schmerzfrei und im „gegenseitigen Einverständnis“. Das klappt zwar nie so richtig wie ich leider erfahren musste, aber diese Trennung war deutlich unkomplizierter als meine Scheidung :-). Auch die Engländerin musste ein paar kosmetische Veränderungen auf sich nehmen, bevor ich ihr wirklich mein Herz schenkte und ein paar Sachen kommen noch auf sie zu – aber jetzt ist sie da und die ersten gemeinsamen Stunden waren recht harmonisch …

 
Seit Samstag steht sie also bei mir auf dem Hof, die Speed Triple 1050 ABS in diablored. Das Wochenende verging mit gegenseitigem Kennenlernen (und ein wenig eigenwillig ist sie schon) und ich habe es mit Einfühlungsvermögen geschafft,  dass wir auf den ersten kritischen Kilometern schon eine Menge Spass hatten. Soll ja eine lange, glückliche Beziehung werden und da ist es schon notwendig, dass man es erst einmal gemütlich angeht. Der Motor ist noch in der Einfahrphase und darauf muss man schon ein wenig Rücksicht nehmen. Bei jedem PKW der uns überholte haben wir uns gesagt, dass das nur vorübergehend ist und sich bald ändern wird.
 
 
Das Bild zeigt nicht meine Speedy direkt, aber so sieht sie aus. Man kann sich seine eigene individuelle Maschine mit Hilfe des „Triumph-Konfigurators“ auf den Webseiten der Händler (hier die Seite des Braunschweiger Händlers, bei dem ich meine Speedy erworben habe) selbst zusammenstellen (Farbe, Zubehör usw.). Diablored gibt es übrigens im neuen Modelljahr 2013 (fängt nach den Sommerferien der englischen Triumphwerke an) nicht mehr. Dafür wird neben weiß (angeblich der Verkaufsschlager – kann ich nicht nachvollziehen) und schwarz (okay – die traditionelle Farbe bei Streetfightern) ein sehr „englisches“ grüngelb (Bezeichnung: Sulfur = Schwefel) eingeführt. Na ja, wer es mag. Ich jedenfalls bin froh, dass ich die Maschine in einem knackigen Rot bekommen habe und so sind wohl alle Beteiligten froh und die Unbeteiligten sowieso – wahrscheinlich aber wird sich der eine oder andere Unbeteiligte wieder beteiligt fühlen, nicht wahr Mädels?
 
Technisch ist die Speedy auf dem neuesten Stand, vor allem das ABS war mir wichtig. Der kurze Radstand (1,43m) und die sehr einzigartige Sitzposition (man hat tatsächlich das Gefühl „in“ statt „auf“ der Maschine zu sitzen) macht sie zum idealen Kurvenflitzer. Da müssen wir uns beide zwar noch rantasten (der deutlich gesunkene Kraftaufwand gegenüber der Vmax und die dadurch frei gewordenen Ressourcen sind für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig), aber dass werden wir wohl meistern. Die 135PS bei einem Gewicht (vollgetankt) von 214kg und das Drehmoment von 111NM bei 7750U/min zeigen, dass sie auch für ordentliche Leistungsentfaltung konzipiert ist. Der größere Tank und der geringere Spritverbrauch werden auch die obligatorischen Autobahnfahrten (will man als Norddeutscher in die Berge, bleiben auch die nicht aus) angenehmer gestalten und der G-Kat beruhigt auch ein wenig das Umweltgewissen.
 
Also noch einmal: Welcome in Germany, Miss Sophie! 🙂

2 Antworten auf „Hello, Miss Sophie!“

  1. Na dann wünsche ich dir viel Spaß mit „Miss Sophie“ und vor allem allzeit gute Fahrt!

  2. Hi mein Lieblings-Ex-Praktikant,

    danke und werde ich haben/hatte ich schon (ein bisschen). Was macht eigentlich deine „Moppedsucht“?

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