Schon wieder Mai?

Ja jetzt ist es mir wieder passiert – gerade fleißig in Blogilo geschrieben, Datei geschlossen ohne zu speichern – Beitrag weg. Ist manchmal schon ärgerlich die eigene Schusseligkeit . Soll aber nicht als Ausrede dienen – gegen all meine guten Vorsätze habe ich nunmehr seit 2 Monaten nichts veröffentlicht. Die Welt wird mir verzeihen, ich bin nicht so begeistert von mir. Habe also wieder eine Menge aufzuarbeiten.

1. Die eigene Cloud – Fortsetzung

Das Thema beschäftigt mich im Moment erheblich. Geht es ja nicht nur darum die eigenen Daten sicher abzulegen und trotzdem von überall Zugriff darauf zu haben, sondern mittelfristig auch um eine Lösung für die Firma. Inzwischen zeichnet sich eine Entwicklung ab, die hoffen lässt, dass immer mehr „eigenverantwortliche“ Clouds entstehen und angeboten werden, also Lösungen für eigene Hardware und in eigener Verantwortung.

Mein letzter Test mit Teamdrive lief soweit ganz gut. Zuverlässig tat der Server seinen Dienst und nach der Umschiffung einiger Installationsprobleme, die dadurch bedingt waren, dass der Client nur in der 32bit-Variante zur Verfügung stand und bei mir fast ausschließlich 64bit-Betriebssysteme werkeln, funktionierte die Sache einwandfrei. Allerdings störten mich die Einschränkungen der freien Version – insbesondere die Begrenzung auf 10 GB Speicherplatz auf dem eigenen Server – erheblich. Also hieß es weiter suchen …

Bei den Recherchen stieß ich dann auf ownCloud. Neben der – frei von jeglichen Einschränkungen – freien Version existieren dazu auch noch professionelle Versionen mit entsprechendem Support. Interessant also auch für die Firma, zumindestens mittelfristig. Mit ownCloud kann man aber nicht nur Dateien synchron halten, sondern auch Kalender- und Kontaktdaten. Mir ist es auf diese Weise erstmalig gelungen die entsprechenden Daten auf allen 3 Rechnern und dem Smartphone synchrone zu halten. Auf den Rechnern läuft die Synchronisation in diesem Bereich ohne jegliche zusätzliche Software, die Standardkomponenten von KDE (in diesem Falle Akonadi und Kontact) reichen – nach Einrichtung der entsprechenden Quellen – vollkommen aus. Lediglich für die Dateisynchronisation wird ein Client benötigt. Nativ ist er allerdings in den Quellen nicht vorhanden, stattdessen muß eine Quelle eingerichtet werden. Interessanterweise kommt die Software von Suse …
Alle weitergehenden Informationen, Beschreibungen und Anleitungen finden sich auf der Website von ownCloud.

2. Betriebssysteme

Wir haben wieder April und turnusmäßig ist die neue Ubuntuversion erschienen. „Precise Pangolin“ heißt das gute Stück und bringt wie immer neue Softwareversionen mit sich. Die Version 12.04 ist planmäßig auch wieder eine LTS-Version („long term support“) und wird dementsprechend für 5 Jahre gepflegt und mit Updates versehen.
Kurz vor Erscheinen gab es jedoch einen Paukenschlag – Ubuntu stellt seine finanzielle Unterstützung für Kubuntu – sprich also KDE – ein und zieht den einen bezahlten KDE-Programmierer ihrer Firma vom Projekt ab. Mark Shuttleworth macht also Ernst mit Unity. Für mich ein herber Schlag ins Kontor und damit das Signal, sich nach einer anderen KDE-Distribution umzusehen. Zu einem eindeutigen Schluß bin ich noch nicht gekommen. Habe vor einigen Tagen auf dem Laptop Sabayon 8 installiert (basierend auf Gentoo), bin im Großen und Ganzen auch zufrieden – nur das Paketmanagementsystem ist sehr gewöhnungsbdeürftig und stellt mich nicht so recht zufrieden. Andere KDE-Kandidaten wären Suse (hier hat sich durch meine zahlreichen vergebichen Versuche über die Jahre hinweg eine tiefe Abneigung entwickelt), Linux Mint (ist aber auch nur ein Ubuntu-Derivat) oder Debian. Im Moment tendiere ich zu Debian unstable. Werde mich in den nächsten Tagen am Laptop mal daran versuchen.
Fortsetzung folgt! Nicht erst in 2 Monaten 🙂

2 Antworten auf „Schon wieder Mai?“

  1. Ja, gerade bei KDE-Distributionen ist die Auswahl groß. Ich teste momentan das künftige KANOTIX, das auf Debian „Wheezy“ basiert. Bisher sieht es ganz gut aus. Meine Erfahrungen mit KANOTIX sind durchweg positiv, auch wenn es „nur“ auf stable fußt. Aber gerade das schätze ich sehr.

    Ach ja, die Zeit rennt. Auch ich erwische mich, dass ich nicht immer Bock habe, einen Artikel zu schreiben. Manchmal stecke ich drin in der Tretmühle, dann bleibt nix mehr übrig, um noch sinnvolle Sätze zu formulieren. 😉

    Gruß aus Thüringen,
    Ralf

  2. Na ja, das Konglomerat aus arbeitstechnischen, persönlichen und privaten Anforderungen verhindern eine kontinuierliche Arbeit …
    Habe jetzt einiges ausprobiert (Sabayon, Debian, Aptosit, Siduction), aber im Moment habe ich noch keine mich ansprechende Distri gefunden. Ich bin nicht so genügsam wie du – bei mir darf die Software immer schön aktuell sein ;-). Die Verbindung zum ownCloud-Server zu Hause klappt aus KDE 4.7.x nicht „out of the Box“, muß schon KDE 4.8 sein. Das ist der große Vorteil von Kubuntu – mit Hilfe der PPAs ist man in der Lage, sein System uptoDate zu halten und so will ich es haben. Dazu dann aber auch die Annehmlichkeiten von apt-get … Werde also weiter suchen.

    Grüße aus der westlichen Altmark
    Karsten

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